Die Lahn wird zur Rennstrecke, der Schlosspark zum Festivalgelände und die Innenstadt zur Partymeile. An einem Wochenende im Jahr ist in Marburg alles vom altehrwürdigen Landgrafenschloss bis hinunter ans Lahnufer Kulisse für ein Spektakel, das Einheimische ebenso wie Auswärtige begeistert und ein riesiges Programm für kleine und große Besucher bietet.
Die 14. Auflage des Stadtfestes war es in diesem Jahr, und die Geburtsstunde des Express Open-Airs im Schlosspark, aus dem "3TM" hervorgegangen ist, jährte sich damit bereits zum 20. Mal.
Gäste aus Marburgs Partnerstädten musizieren auf den Bühnen:
Auch am Sonntag ist der Schlosspark noch immer ein besonderes Herzstück des Stadtfestes: Auf drei Bühnen wird das geboten, womit alles angefangen hat, nämlich jede Menge Musik. Freitag und Samstag gab es von Blues und "Klez’n’Roll" über die Salsa-Disco und Klassikrock bis hin zur Feuerwerksmusik des Studenten-Sinfonie-Orchesters so gut wie alles zu hören, was man sich vorstellen kann.
Auch auf den Bühnen in der Innenstadt bekamen die Stadtfestbesucher Musik satt auf die Ohren, unter anderem von Gästen aus Marburgs Partnerstädten Northampton und Poitiers. Am Sonntag fand auf der Marktplatzbühne ein Open Air-Gottesdienst statt, und auf der Lahn gaben sich wie bereits am Samstag die Drachenbootteams gewissermaßen die Ruder in die Hand. 60 Mannschaften mit 1260 Fahrern hatten sich in diesem Jahr angemel-det. Der Schlosspark gehörte indes mit dem Familientag und einem Kinderbühnenfestival den jüngsten Stadtfestbesuchern.
Die obligatorische Dampfeisenbahn drehte ihre Runden, und über den ganzen Park verstreut fanden Kinder jeden Alters Spaß und Spielmöglichkeiten.
Viele Händler und kulinarische Angebote runden das Programm ab:
Wissbegierige kleine Forscher und Entdecker konnten in der Wanderausstellung des Gießener Mathematikums und im Astro-Mitmach-Zelt spielerisch lernen, Wagemutige sich im "Abenteuercamp" austoben. Sportlich ging es wieder am Lahnufer zu, wo es auf der Sportlerbühne und im Boxring sowohl Vorführungen wie auch Mitmach-Aktionen gab. Das Programm wurde von mehreren Märkten, vielen Händlern und diversen kulinarischen Angeboten abgerundet.
Eine Besucherin aus Köln lobte, wie liebevoll das Stadtfest gemacht sei, und ein kleiner Marburger befand den Familienausflug dorthin schlicht und ergreifend für "cool".
Das Wetter spielte trotz vorhergesagter Gewitter bestens mit – womit die interne Statistik der Veranstalter vom Marbuch-Verlag tatsächlich recht behielt. Im nächsten Jahr müsste demnach eigentlich wieder Regen auf dem Programm stehen. Gefeiert wird aber in jedem Fall wieder. Ausnahmezustand eben.







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