"Wir müssen davon ausgehen, dass die Granate sehr gezielt dort abgelegt wurde, Kinder gefährdet werden sollten. Sie gehen unbedarft an einen gefährlichen Gegenstand wie eine Granate heran, nehmen sie in die Hand. Damit hätte es zur Katastrophe kommen können", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Braun am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Mitarbeiter der Kriminalpolizei werten derzeit die Aufnahmen der Überwachungskameras aus und befragen die Mitarbeiter des Marktes, sagt Polizeisprecher Guido Rehr. Gleichzeitig wird die Granate akribisch auf Finger- und DNA-Spuren untersucht. Die Spezialisten untersuchen den Zünder, wollen herausfinden, ob sie tatsächlich explodiert wäre, wenn der Sicherungsstift herausgezogen worden wäre. Sie sei aber "mit hoher Wahrscheinlichkeit" scharf gewesen, so Oberstaatsanwalt Braun.
"Die Hintergründe der Tat sind weiter völlig unklar", fügt er hinzu. Noch gibt es keine heiße Spur, die zum Täter führen könnte. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Polizeipressesprecher Guido Rehr.
Braun und die Polizei setzen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Sie wollen wissen: Wer hat das Ablegen der Granate beobachtet? Wer kann Angaben zur Identität des Täters oder der Täter machen? Wer kann Angaben zur Herkunft der Handgranate machen? Hinweise an die Polizei in Wetzlar unter (06441) 9180.






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