Das Saisonziel des Übungsleiters, der sich vom Spielertrainer zum Coach an der Seitenlinie verändert hat, lautet auf jeden Fall: "Besser abschneiden als in der vergangenen Runde. Das Zeug dafür haben wir auf jeden Fall." Allerdings weiß Weidenfeller auch, dass sein Team erst einmal die 30-Tore-Lücke schließen muss, die sein Rückzug sowie die Wechsel von Jura Gros und Kilic Görgülü (beide RSV Würges) hinterlassen hat. "Das wird schwer genug, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf der Abwehr. Und da bin ich mir sicher, dass wir künftig deutlich sattelfester stehen", glaubt der 34-jährige Bruder von Bundesliga-Torhüter Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund).
Seinen Optimismus gründet der Nentershäuser in der Verpflichtung von Manuel Groß (Eintracht Glas-Chemie Wirges). "Er war schon vergangene Runde mein Wunschspieler", verteilt der Trainer Vorschusslorbeeren. Mit Groß sind weitere vier Akteure aus Rheinland-Pfalz, wo Wirges mit seinen Teams in Oberliga und Verbandsliga vertreten ist, ins Hessische gewechselt.
Stammplatzgarantien will Weidenfeller aber an dieses Quintett nicht verteilen, denn die Konkurrenz ist groß. Der Trainer meint: "Ich habe einen Kader mit 19 Feldspielern und zwei Torleuten. Da kann jeder jeden ersetzen."
Trotz der personellen Verstärkungen glaubt auch Heiko Weidenfeller, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg schwerer ist als die erste: "Das haben wir schon in der Rückrunde gemerkt. Zwei Drittel der Spielzeit liefen gut. Da wird das Team noch von einer Euphorie getragen, doch plötzlich kehrt so etwas wie Alltag ein und der ein oder andere Spieler gerät aus der Spur."
Zum Auftakt drei Heimspiele
Dies hat bei der Spielvereinigung dazu geführt, dass der Neuling im Saisonendspurt nach sechs Niederlagen in Folge von Rang drei auf Position neun abstürzte. Diese Platzierung will Weidenfeller verbessern: "Wir wissen wie schön es ist, wenn du auf dem dritten Rang stehst. In diese Region wollen wir wieder hin." Und der Trainer ist sich sicher: "Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken."
Dennoch ist Heiko Weidenfeller nicht so vermessen, um seine Mannschaft zum Kreise der Titelanwärter zu zählen. "Das sind die üblichen Verdächtigen wie Eddersheim und Unterliederbach. Aber auch mit Biebrich wird zu rechnen sein, denn die haben sich gut verstärkt."
Überrascht war der Hadamarer Trainer beim Blick auf den Spielplan. Dieser brachte den Fürstenstädtern gegen Eintracht Lollar, den FC Eddersheim und die Fvgg Kastel drei Heimspiele in Serie. Es folgen Partien in Zeilsheim, gegen Birklar und in Kelsterbach. Weidenfeller glaubt: "Danach wissen wir, wo wir stehen." Und ob die Mannschaft auch stärker ist als das Team der vergangenen Saison.
Das Aufgebot der SPVgg. Hadamar:
Zugänge: Jan Lohrum (FV Engers), Janik Körner (SG Eintracht Lahnstein), Stefan Szymczak, Rico Römer, Manuel Groß, Florian Hammel (alle Eintracht Glas-Chemie Wirges), Waldemar Kling (FV Engers), Manuel Meuth (TSG Wörsdorf), Valdet Krasniqi (TuS Westerburg).
Abgänge: Martin Schlimm (SG Hausen/Fussingen/Lahr), Kilic Görgülü Jura Gros (beide RSV Würges), Serkan Öztürk (Ziel unbekannt), Tuya Yoneda (SG Rossbach).
Tor: Daniel Erbse, Florian Hammel.
Abwehr: Ok Yeob, Jan Lohrum, Hassan Harmouch, Christian Mehr, Waldemar Baum.
Mittelfeld und Angriff: Kim Jung Hun, Stefan Szymczak, Rico Römer, Martin Klink, Daniel Alves, Julien Horner, Waldemar Kling, Manuel Groß, Jannik Körner, Manuel Meuth, Sebastian Trosch, Jan Goller.
Trainer: Heiko Weidenfeller (dritte Saison).














