Es war ein Meilenstein in der Vorbereitung auf dem Weg zum Marathon. Neben Riedl hatten auch Hans Burkhardt, Regina und Harry Riepel (alle Reichenborn), Oliver Fiedler, Stefan Würz (beide Löhnberg), Michael Lapp, Matthias Schulz (beide Freienfels), Tina Bindenberger (Kubach), Gaby Janiczek (Odersbach), Michael Treutel (Weilburg), René Schuy (Laubuseschbach) und André Bethke (Drommershausen) dieses Etappenziel bewältigt. Zuvor hatte schon Martin Bläsl (Hirschhausen) über 30 Kilometer am Stück in den heimischen Wäldern unter die Sohlen genommen.
Es war der erste Lauf der noch insgesamt 24 Köpfe zählenden Gruppe über mindestens 30 Kilometer. Weitere drei Läufe werden folgen. Zwei dieser Gelegenheiten sollten dann auch die restlichen zehn Team-Mitglieder nutzen, um optimal auf den Start beim Weiltalweg-Landschaftsmarathon am 17. April von Schmitten-Arnoldshain nach Weilburg vorbereitet zu sein. Nach aktuellem Trainingsstand dürfte dies für die meisten kein Problem sein, auch wenn der eine oder andere durch Verletzung oder Erkrankung kurzfristig ausgebremst wurde. Dennoch haben erst drei Läuferinnen nach dem Auftakt am 1. September aufgeben müssen.
Bernd Tinsel, so etwas wie der "Marathon-Papst" der heimischen Läuferszene und langjähriger Vorsitzender des SC Oberlahn, ist stolz auf die von seinem Verein betreute Gruppe: "Eine tolle Truppe, die gezeigt hat, dass sie ihre Schulaufgaben in der bisherigen Vorbereitung gemacht hat. Auch wenn es sicherlich auf den letzten Kilometer bei allen weh tat und jeder froh war, dass es zu Ende war, sind alle gut und glücklich angekommen. Das ist Kapital für den Weg nach Marathon."
Unruhiger Magen, Schmerzen an Füßen und in den Oberschenkel
Dass es auch weh getan hat, kann Michael Lapp bestätigen. Der Freienfelser meinte nach dem für ihn fast vier Stunden dauernden Lauf: "Ich hatte bis zum Schluss zwar so gut wie keine Beschwerden und keine Krämpfe in den Beinen, aber mein unruhiger Magen hinderte mich vor all zu schnellem Laufschritt. Ich denke, ich muss meine Energieversorgung während des Laufes noch optimieren und vor allem für mehr Flüssigkeitszufuhr bei diesen langen Läufen sorgen. Zuhause angekommen, spürte ich dann schon die Dauerbelastung in Oberschenkel und Wadenmuskulatur."
Gut gefühlt hat sich Matthias Schulz. "Ich hätte sogar viel schneller laufen können. Allerdings hatte ich nach dem Lauf Schmerzen an beiden Füßen, die allerdings schnell wieder weg waren, nachdem ich die betroffenen Stellen gekühlt hatte. Am Tag danach ging es mir prächtig; keinerlei muskuläre oder sonstige Probleme. Der Marathon kann kommen."
Oliver Fiedler merkte seine "Oberschenkel schon ganz ordentlich. Das Schwimmen am Nachmittag mit meiner Tochter war da sehr gut. Vor allem die 20 Minuten im Whirlpool haben Wunder gewirkt."
Wunder benötigen die Absolventen des ersten "30ers" nach Meinung von Katja Schmidt nun nicht mehr. Die Vorsitzende des SC Oberlahn, die die Betreuung des Teams federführend übernommen hatte, ist sich sicher: "Wenn nichts mehr dazwischen kommt und alle weiter fleißig trainieren, sollte der Marathon kein Problem sein." Dann hat sich Kai Riedl auch sein Schnitzel mit Pommes verdient.






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