Wie vergangene Woche an dieser Stelle spekuliert, ist es nicht mehr nötig zu spekulieren, denn die Hüte liegen im Ring. Es sind die von Hans-Dieter Angermaier, Friedhelm Bender und Udo Schätzle, die für die Ämter Kreisfußballwart, Kreisschiedsrichterobmann und Kreisjugendfußballwart kandidieren. Zumindest was die beiden erst genannten Posten betrifft, werden möglicherweise noch weitere Kandidaten Ansprüche anmelden. Derweil hat das Rennen um das Amt des Obmanns einen ekelhaften Beigeschmack bekommen. Ein anonymer Drohanruf bei Holger Jung, der an der Seite von Friedhelm Bender als stellvertretender Schiriobmann zur Wahl steht, lässt bei mir die Frage aufkommen: Um was geht es eigentlich? Es geht doch nur um einen Posten auf der untersten Fußballebene, an dem sich der Amtsinhaber weder finanziell noch materiell bereichern kann. Selbst eine Steigerung des gesellschaftlichen Ansehen ist mit diesem Pöstchen nicht zu erreichen. Warum also droht ein Mensch Holger Jung mit den Worten "Wenn du mit Bender kandidierst, passiert dir etwas"? Es wird das Geheimnis eines kranken Hirns bleiben. Bleibt zu hoffen, dass dieser Auswuchs der traurige Höhepunkt des "Wahlkampfes" bleibt.
Deutlich erfreulicher ist da eine Auszeichnung, die Anatoli Riemer erfahren hat. Der erst 23-jährige Vorsitzende des FC Rubin Limburg-Weilburg ist in den "Club der 100" berufen worden. Mit dieser Berufung belohnt der Deutsche Fußball-Bund seit 1997 im Rahmen der "Aktion Ehrenamt" ehrenamtliches Engagement in den Vereinen. Das Schwerpunktthema des Ehrenamtspreises 2011 lautete "Soziale Integration durch Fußball". 29 von 32 Kreisen im Hessischen Fußball-Verband meldeten einen Kreissieger. Die HFV-Ehrenamtsjury unter Vorsitz des Landesehrenamtsbeauftragten Thomas Becker hatte die Aufgabe, aus den Reihen der Kreissieger acht für den "Club der 100" des Deutschen Fußball-Bundes auszuwählen. Und den Sprung in diesen illustren Zirkel hat auch Anatoli Riemer geschafft. Während ihrer einjährigen Mitgliedschaft im "Club der 100" erhalten sie zahlreiche Vergünstigungen. Dazu gehören Länderspielkarten, die kostenlose Zusendung des DFB-Journals und eine feierliche Würdigung ihres Engagements im Rahmen eines Länderspiels.
Im Rahmen einer Feierstunde verabschiedet wurde Roman Pflüger. Der Bad Camberger ist seit über 25 Jahren beim Deutschen Turner-Bund beschäftigt und begleitet das Ressort der Innenrevision mit einem umfangreichen Aufgabenbereich. Vor seinem Eintritt in den DTB war Roman Pflüger als Geschäftsführer verantwortlich für das Deutsche Turnfest 1983 in Frankfurt am Main und ebenfalls in der Geschäftsleitung für die Abwicklung des Deutschen Turnfestes in Berlin 1987. Der Generalsekretär des Deutschen Turner-Bundes, Hans-Peter Wullenweber, zeigte nochmals die Station seiner langjährigen Tätigkeit für den Deutschen Turner-Bund auf, hob die umsichtige Arbeitsweise in der DTB- Bundesgeschäftsstelle und den freundlichen Umgang mit allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern hervor. Ebenfalls wurde die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender für die Turngemeinde Camberg und den Hessischen Turnverband in dem Rückblick gewürdigt. Roman Pflüger bleibt weiterhin dem DTB mit einem besonderen Aufgabenbereich der Revision an zwei Tagen in der Woche erhalten. Das ist doch mal eine gute Nachricht in einer Woche, die mit dem anonymen Drohanruf bei Holger Jung eine scheußliche Nachricht bereit hielt.








Kommentare (0)







