"Genauso haben wir uns das gewünscht. Jetzt herrscht natürlich super Stimmung bei uns", fasste Coach Armin Friedrich den erfolgreichen Trip nach Süddeutschland zusammen. Die Mannschaft von Friedrich und Co-Trainer Dieter Dörr begann taktisch diszipliniert und lauerte mit den schnellen Spitzen Rebecca Konhäuser und Christina Bach auf Chancen.
Nach 24 Minuten schlug der Aufsteiger dann erstmals zu, nachdem Torhüterin Janina Beffart ihre Vorderleute mit zwei tollen Reflexen vor einem frühen Rückstand bewahrt hatte. Bach schickte Konhäuser steil, die SCF-Keeperin Laura Benkarth keine Abwehrchance ließ. "Dann denkst du dir als Trainer sofort: Bloß jetzt nicht abschalten, bloß kein schnelles Gegentor", sagte Friedrich. Die Befürchtungen des 37-Jährigen traten prompt ein, weil Margarita Gidion im direkten Gegenzug ungestört den Ausgleich für die Gastgeberinnen markierte. "Die Lektion müssen wir eben noch lernen", deckelte Friedrich seine Mädels sanft.
In der 33. Minute stellte Konhäuser, die abermals die wackelige Freiburger Hintermannschaft überlief, den alten Abstand wieder her und sicherte ihren Farben die 2:1-Pausenführung.
Nach drei Toren von Rebecca Konhäuser macht Michelle Topf alles klar
Auch im zweiten Durchgang war Wetzlar auf der Höhe. "Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte Friedrich, der sich rasch über Konhäusers dritten Streich nach einem schnell ausgeführten Freistoß freuen durfte (54.).
Selbst das 2:3, das die Breisgauerin Kathrin Rothaug aus abseitsverdächtiger Position erzielte (69.), steckten die Gäste weg.
Die eingewechselte Michelle Topf sorgte mit einem platzierten Gewaltschuss aus 16 Metern in der 74. Minuten für die Vorentscheidung zugunsten der Eintracht, die nun von Tabellenplatz zwei grüßt und durchaus noch höher hätte gewinnen können. Topf ließ jedoch ebenso gute Chancen aus (64.) wie ihre Mitspielerinnen Jaqueline Klippert (65.) und Lisa Leib (70.).
Doch das trübte die Stimmung auf der Heimfahrt nach Mittelhessen nicht mal ansatzweise, sogar eine ausgedruckte Tabelle machte im Wetzlarer Reisebus bei ausgelassener Stimmung die Runde.
Team-Manager Michael Trippel zollte der Elf um Spielführerin Andrea Letzel Respekt: "Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und verdient gewonnen." Dann schaute er bereits wieder nach vorne: "Jetzt heißt es, sich intensiv auf das nächste Heimspiel gegen den FCC Wacker München vorzubereiten."
Freiburg II: Benkarth - Larissa Hummel, Gidion, Helwig, Höfflin (83. Staar), Vogel (65. Rothaug), Strohm (75. Mall), Brenn, Tatjana Hummel, Lienemann, Tweer.
Wetzlar: Beffart - Dutschmann, Letzel, Ackermann, Süß (70. Scheid) - Klippert, Simbeck, Lottermann, Leib - Bach (76. Rössing), Konhäuser (60. Topf).
Schiedsrichterin: Veit (München) - Zuschauer: 450 - Tore: 0:1 Konhäuser (24.), 1:1 Gidion (25.), 1:2 Konhäuser (33.), 1:3 Konhäuser (54.), 2:3 Rothaug (69.), 2:4 Topf (76.).
























