Der Frust kehrt zurück

SPIEL DER WOCHE Linter nach 4:9 gegen TTC Bad Camberg in Not

Jens Schmitt blieb für den TTC Bad Camberg in Doppel und Einzel ohne Niederlage. ()

Domenik Zabel steuerte für den TuS Linter einen Zähler bei. ()

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Kürzlich musste zur Rückrunde wieder der TuS Kirschhofen für neue Hoffnungen herhalten, denn es gelang mit dem 8:8 ein weiterer Punktgewinn. Somit, und auch weil Linter sein zweites Remis in der Vorrunde beim TTC Bad Camberg erreicht hatte, setzten die Spieler nun große Erwartungen in das Rückspiel gegen die Kneippstädter, dem "Spiel der Woche" auf Bezirksebene. Mit der 4:9-Niederlage, bei der der Aufsteiger das Pech hatte, zwei Stammspieler ersetzen zu müssen, kehrte der Frust zurück.

Nicht nur Kapitän Frank Meffert war mit Elan in die Begegnung gegangen: "Auch wenn für den TuS Linter zu Beginn der Saison damit zu rechnen war, dass es in der höheren Spielklasse schwer werden würde, ist die aktuelle Situation als Schlusslicht nicht das, was sich die Mannschaft ausgerechnet hatte. Doch wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Abstiegsplätze verlassen zu können. Dazu ist gegen Bad Camberg eine gute Leistung notwendig."

Frank Mihm kündigt nach der Pleite an: "Wir geben noch nicht auf!"

Nicht einfach war die Situation auch für den Gegner, der nach Mannschaftsführer Marc Gerlach "insgesamt mit dem Verlauf der bisherigen Saison grundsätzlich zufrieden ist, bedenkt man, dass wir mit nur fünf Stammspielern auskommen und nicht immer auf den bestmöglichen Ersatz zugreifen können, da unsere Zweite um die Meisterschaft mitspielt".

Mit nur zwei eingespielten Doppeln konnte der TTC Bad Camberg trotzdem die wichtigen Spiele weitestgehend positiv gestalten. Das zuletzt unglückliche 7:9 gegen Staffel IV wolle das Team aus der Kurstadt wegstecken, zumal laut Marc Gerlach "die meisten Spieler genug Erfahrung mitbringen, und Neuzugang Christos Marchwicki aus der Zweiten für uns eine echte Verstärkung darstellt. Für das Spiel in Linter sind wir gut vorbereitet".

Dass bei den Gastgebern mit Patrick Nink und Frank Vogel zwei wichtige Spieler berufs- und verkehrstechnisch bedingt fehlten, spielte Bad Camberg natürlich in die Karten. Außerdem zeigten sie sich von Anfang an hellwach, gingen über 2:1 mit 6:2 in Führung und verfügten mit Jens Schmitt (2), Markus Lottermann (2), Björn Brederecke (2) und Gregor Schneider an diesem Abend über die herausragenden Einzelspieler.

Der TuS Linter dagegen war schnell angeschlagen. Das kurzzeitige Auflodern von Hoffnung bei den Siegen von Frank Mihm, Thomas Höller und Domenik Zabel war da sehr schnell wieder verflogen.

Da wird in den nächsten Wochen nur noch ein nötiger Gewaltakt helfen, wenn der Aufsteiger dem direkten Wiederabstieg entgehen will, während der TTC Bad Camberg relativ ruhig in die Zukunft schauen kann, auch wenn sich vier Konkurrenten noch nicht abgeschüttelt fühlen. Linters Spitzenspieler Frank Mihm meinte nach der Partie: "Wir geben noch nicht auf!"

- Spielverlauf TuS Linter - TTC Bad Camberg 4:9 (18:34): Mihm/Campana - Brederecke/Marchwicki 5:11, 7:11, 12:10, 13:11, 11:8; Zabel/Höller - Schmitt/Gerlach 0:11, 6:11, 6:11; Meffert/Rein - Lottermann/Schneider 16:18, 16:18, 8:11; Mihm - Gerlach 11:6, 13:15, 7:11, 16:14, 11:4; Zabel - Schmitt 12:10, 7:11, 8:11, 9:11; Campana - Lottermann 4:11, 5:11, 0:11; Meffert - Brederecke 14:12, 11:5, 9:11, 4:11, 8:11; Rein - Schneider 4:11, 11:8, 16:18, 9:11; Höller - Marchwicki 11:9, 11:9, 9:11, 7:11, 11:9; Mihm - Schmitt 8:11, 7:11, 11:8, 7:11; Zabel - Gerlach 11:7, 11:7, 7:11, 11:8; Campana - Brederecke 10:12, 8:11, 0:11; Meffert - Lottermann 15:13, 4:11, 6:11, 8:11.


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