"Kommen gerne wieder"

FUSSBALL Eintracht Wetzlar unterliegt 1. FFC Frankfurt 1:8

Überraschende Führung: Wetzlars Julia Christ (r.) bejubelt ihren Treffer zum 1:0 über den 1. FFC Frankfurt.

Abgegrätscht: Die Frankfurterin Dzsenifer Marozsan (r.) erteilt der Wetzlarerin Nadja Ackermann eine Lektion in Sachen Bundesliga-Härte. (Fotos: Weis)

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"Für uns war das vor allem in der zweiten Hälfte ein guter Test. Die Rahmenbedingungen haben gepasst und unser Gegner war hochmotiviert. Wir kommen gerne wieder", meinte Colin Bell, Chefcoach der Star-Truppe vom Main, die mit mehreren deutschen Nationalspielerinnen und zwei japanischen Weltmeisterinnen angereist war.

Gastgeber überraschen: Julia Christ sorgt in der vierten Minute für die Führung

Dabei hatte die Partie mit einer faustdicken Überraschung begonnen. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Regionalliga-Torschützenkönigin Julia Christ den Ball im Frankfurter Netz zappeln ließ. Zuvor war Kathrin Schermuly über Rechtsaußen gesprintet und hatte das Leder clever in die Mitte abgelegt. Wie zu erwarten übernahm danach der Rekordmeister die Initiative, kam aber erst nach zwölf Minuten durch Bianca Schmidt zur ersten Chance.

180 Sekunden später war es dann soweit: 1. FFC-Neuzugang Mandy Islacker nutzte einen Abstimmungsfehler in der Wetzlarer Defensive und traf zum 1:1. Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan brachte den Favoriten schließlich in der 24. Minute erstmals in Front, als sie das Leder mit einem strammen Schuss im linken Eck unterbrachte. Einen höheren Rückstand verhinderte Eintracht-Torhüterin Melanie Frömbgen, die Chancen der japanischen Weltmeisterin Kozue Ando (25.) und Islackers gut parierte, beim 1:3 durch Letztere aber machtlos war (35.).

"Die Mädels haben das wirklich gut gemacht. Spätestens nach der Pause mussten wir dann aber Tribut zollen. Gegen so ein Team wird es dann natürlich sehr schwierig", brachte Eintracht-Trainer Volker Münn die zweite Hälfte auf den Punkt. Denn nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag: Valentina Limani (49.), Islacker (53.) und Ando (60.) schraubten das Ergebnis innerhalb einer Viertelstunde nach oben. Der 1. FFC zeigte nun seine ganze Klasse, während die Domstädterinnen ihren Bewegungsradius fast komplett in die eigene Hälfte verlagern mussten. Nachdem Frankfurt noch mehrere Chancen ausließ, erhöhten Limani (81.) und Kathrin Hendrich (85.) auf 8:1.

Wetzlar: Frömbgen - Klippert, Simbeck, Ackermann, Schermuly, Hartmann, Scheid, Schlothauer, Konhäuser, Christ, Kanbach; Heger, Gombel, Rojas, Gimenez, Heinzeroth, Roß, Strauß.

Frankfurt: Schumann - Schmidt, Huth, Hendrich, Prieße, Kuznik, Ando, Tanaka, Marozsan, Crnogorcevic; Kremer, Munk, Matheis, Ortega Jurado, Friedrich, Limani.

Schiedsrichter: Tobias Panzer - Zuschauer: 350 - Tore: 1:0 Christ (4.), 1:1 Islacker (15.), 1:2 Marozsan (24.), 1:3 Islacker(35.), 1:4 Limani (49.), 1:5 Islacker (53.), 1:6 Ando (60.), 1:7 Limani (81.), 1:8 Hendrich (85.).


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