Auf einem richtig guten Weg

FUSSBALL Steinbach meldet sich mit einem 2:1 gegen Freiburg II im Abstiegskampf zu Wort

Freude pur: Jure Colak (l.) und Torwart Frederic Löhe. ()

Foto: Fingerhut

Beobachtet von Schiedsrichter Florian Götte lässt Freiburgs Faiz Gbadamassi den Steinbacher Tunay Deniz hinter sich. ()

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Nach zwei Unentschieden im neuen Jahr gegen Hessen Kassel und bei Kickers Offenbach schlug der Aufsteiger am Samstag im Kellerduell den SC Freiburg II mit 2:1 (1:0), was Trainer Thomas Brdaric wohlwollend zur Kenntnis nahm. "Wir haben in den letzten Wochen viel investiert und uns nun endlich auch für den Aufwand mit drei Punkten belohnt", atmete der 41-Jährige tief durch. Wohl wissend, dass seine auf links gedrehte Mannschaft unter seiner Regie erst zwei von acht Ligaspielen verloren hat - und zwar das erste!

"Wir befinden uns noch immer mitten im Abstiegskampf, wir sind aber auf einem guten Weg", freute sich der Ex-Nationalspieler über die Entwicklung seiner Truppe, die nicht jeden der 1300 Besucher über 90 Minuten überzeugte, die jedoch leidenschaftlich rackerte und die drei Punkte am Ende gegen allerdings weitgehend harmlose Breisgauer verdient behalten durfte.

Was Gästecoach Martin Schweizer auch freimütig einräumte: "Wir wollten fighten, wir wollten dagegenhalten, wir wussten um die Bedeutung des Duells, doch besonders in der Anfangsphase, die wir total verpennt haben, ist uns nichts gelungen."

Velimir Jovanovic bereitet beide Treffer des Neulings per Kopf mustergültig vor

Der 36-Jährige spielte bei seinen Ausführungen auf die erste halbe Stunde an, die die Gastgeber dominierten, in denen sich der TSV Steinbach drei brauchbare Möglichkeiten herausarbeitete und folgerichtig auch früh in Führung lag. Velimir Jovanovic hatte ein Kopfballduell zu seinen Gunsten entschieden und damit Sargis Adamyan auf die Reise geschickt, der Heinz Barmettler abhängte und SCF-Keeper Konstantin Fuhry nach neun Minuten zum 1:0 überwand.

Jovanovic selbst hätte danach die Führung ausbauen können, ja müssen. Zunächst scheiterte der Winter-Neuzugang von Carl Zeiss Jena an Fuhry, nachdem ihn der für den gesperrten Maurice Müller ins Team gerückte Tunay Deniz mustergültig bedient hatte (13.), ehe er nach einer halben Stunde nach einem schweren Patzer von Heinz Barmettler alleine vor Fuhry auftauchte, den Freiburger Zerberus aber nicht überwinden konnte. "Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre die Partie vielleicht schon zur Pause entschieden gewesen", ärgerte sich Jovanovic selbst am meisten, dass er das Tor nicht getroffen hatte.

Die Zweitliga-Reserve wachte erst gegen Ende der ersten Hälfte auf, hatte jedoch zwei klare Möglichkeiten, um mit einem 1:1 in die Pause zu gehen. Zunächst "streichelte" Marco Hingerl per Kopf das Leder nach einer Flanke von Mohamed Dräger nur um Zentimeter am langen Pfosten des Steinbacher Gehäuses vorbei (33.), dann war Sasa Strujic zur Stelle, um für seinen bereits ausgetanzten Torsteher Frederic Löhe einen Schuss von Tim Kleindienst von der Linie zu kratzen (45.).

Ansonsten jedoch hatten die Hausherren, angeführt von ihrem wieder einmal starken Kapitän Jure Colak, die Breisgauer im Griff, wenngleich sie nach der Pause mehr Ballbesitz als die Hausherren hatten, in der Offensive aber nur wenig Durchschlagskraft verrieten. "Wir haben heute richtig gut verteidigt", war Thomas Brdaric angetan von der Vorstellung seiner Hintermannschaft, die bis auf den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer des gebürtigen Beniners Faiz Gbadamassi (59.), mustergültig per Kopf bedient von Tim Kleindienst, nichts zuließen. Und sich vor allem wenig geschockt vom Ausgleich präsentierten. Keine Minute nach dem 1:1 legte Velimir Jovanovic seinem Sturmpartner Pierre Merkel den Ball mustergültig auf, wofür sich der Ex-Elversberger per Kopf mit dem 2:1-Siegtreffer (60.) bedankte. Dass wenig später Jovanovic, dieses Mal bedient durch Merkel, aus nur fünf Metern an Konstantin Fuhry im Gästetor scheiterte und in der Nachspielzeit Tunay Deniz bei einem Heber aus 40 Metern Entfernung nicht genug Zielwasser getrunken hatte, fiel am Ende gegen zunehmend harmlosere Freiburger nicht mehr ins Gewicht.

"Fünf Punkte aus drei Spielen nach der Winterpause bedeutet, dass wir gut gearbeitet haben", bilanzierte Sargis Adamyan. Der armenische Internationale hatte realisiert, dass sich sein neuer Arbeitgeber auf dem besten Weg befindet, doch noch dem Abstieg aus der Fußball-Regionalliga Südwest zu entgehen.

IM STENOGRAMM
Steinbach: Löhe – Kunert, Adomah, Colak, Strujic – Trkulja, Bisanovic (39. Hauck) – Adamyan (83. Reith), Deniz – Merkel, Jovanovic (85. Jais).
Freiburg II: Fuhry – Dräger (65. Schöttgen), Müller, Barmettler (73. Mees), Grupp – Gbadamassi – Hingerl, Kleindienst (60. Weiss), Möller Dähli, Schleusener – Falahen.
Schiedsrichter: Götte (Hochheim am Main) – Zuschauer: 1300 – Tore: 1:0 Adamyan (9.), 1:1 Gbadamassi (59.) 2:1 Merkel (60.) – gelbe Karten: Adomah, Strujic, Hauck (Steinbach), Schleusener, Kleindienst, Weiss (Freiburg II).


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Kommentare (1)
Hi,

verdientes aber zu niedriges Ergebniss gegen den Tabellenvorletzten!!!!
So eine junge Mannschaft musst du zerlegen und mit 5 Toren unterschied heimschicken.
Die Abwehr hat mir heute gut gefallen.
Na gut vorne der mehr
Jova bewegt sich halt nur wenn er muss;)Merkels Leistung geht in Ordnung(Tor)
Sarges wie immer einer der Besten-manchmal ein wenig zu verspielt.Man merkt immer noch das es ein wild zusammengekaufter Haufen ist in manchen Spielsituationen. Wenn man die Aufstellung durchliest spiegelt sich dies. Man könnte meinen das man nicht in Haiger ist sondern in Pula;)
Aber es war wichtig das wir den 3er eingefahren haben.Weiter so !!!!! Nächdte Woche bin ich wieder dabei-wird auf jeden Fall schwieriger.
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