"Dagur hat viel mehr Möglichkeiten zu wechseln"

Dimitri Torgowanow. (Adam/dpa)

Jetzt sitzt der 43-Jährige, der in Deutschland bei der SG Wallau/Massenheim, der SG Solingen, der SG Kronau/Östringen und dem HSV Hamburg gespielt hat, auf der Trainerbank und soll das russische Team zurück in die Weltspitze führen. Eine schwierige Aufgabe, wie Torgowanow im Interview mit dieser Zeitung verrät.

Herr Torgowanow, Ihre Mannschaft hat gegen Schweden 28:28 gespielt. Sie haben eine Minute vor Schluss mit zwei Treffern geführt und waren in Überzahl. Wie bewerten Sie das Ergebnis?

Dimitri Torgowanow: In Überzahl haben wir uns am Schluss nicht klug verhalten. Deswegen haben wir leider einen Punkt verloren. Wenn wir aber das gesamte Spiel sehen, dann können wir sehr zufrieden sein. Ich bin stolz auf die Leistung und auf die Art und Weise, wie wir uns hier bei der Europameisterschaft präsentieren.

Nun kommt es an diesem Sonntag zum Duell gegen Deutschland. Wie stark schätzen Sie die deutsche Mannschaft ein?

Torgowanow: Ich habe nur die letzten fünf Minuten gegen Ungarn gesehen und habe mich noch nicht so intensiv mit Deutschland befasst. Aber wie gut das Team ist, zeigen die Ergebnisse. Wir haben gegen Ungarn nur mit einem Tor gewonnen. Deutschland ganz locker mit zehn.

Ist Deutschland Ihrer Meinung nach schon auf dem Niveau der Topnationen Europas?

Torgowanow: Warten wir mal das Spiel gegen Dänemark ab. Deutschland hat richtig gute, junge Leute, die hungrig auf Handball sind. Die wollen sich hier von ihrer besten Seite zeigen. Für uns wird das sehr schwierig am Sonntag, weil mein Trainerkollege Dagur viel mehr Möglichkeiten zum wechseln hat.

Sie bauen gerade eine neue russische Mannschaft auf, die möglichst rasch wieder an alte Erfolge anknüpfen soll. Wie weit sind Sie schon in diesem Prozess?

Torgowanow: Ich weiß es nicht. Wir denken hier nur von Spiel zu Spiel, haben aber sicherlich schon gezeigt, dass wir mithalten können. Wir wissen jedoch auch, dass wir noch ein bisschen arbeiten müssen.


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