Die Bilanz bleibt makellos

HANDBALL TV Hüttenberg feiert gegen Nieder-Roden einen Kantersieg

So sehen Sieger aus: Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson.

(Foto: Weis)

Spektakulär: Hüttenbergs Daniel Wernig (l.) gegen Timo Kaiser (Mi.) und Björn Christoffel von der HSG Rodgau Nieder-Roden. (Foto: Weis)

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Mit 37:24 (18:12) fegte der Spitzenreiter den Tabellensechsten HSG Rodgau Nieder-Roden überraschend deutlich aus der Halle. Einen Haken setzten die Blau-Roten auch hinter die makellose Hinrunde, die ohne Punktverlust endete. "Besser geht es kaum. Vor der Saison hatten wir großen Respekt. Unsere Mechanismen funktionieren aber immer perfekter", freute sich TVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson über die 30:0-Punkteausbeute, die im letzten Spiel des Jahres gegen den GSV Eintracht Baunatal noch anwachsen kann.

Vor der Saison-Rekordkulisse von 983 Zuschauern überzeugte der Zweitliga-Absteiger besonders nach der Pause, war aber auch im ersten Abschnitt überlegen. Als Sven Pausch einen tollen Pass von Mario Fernandes verwertete (9.), führte Hüttenberg mit 5:1. Für einige Momente boten die Gäste den Hausherren dann doch Paroli: Hauptverantwortlich war der elfmal erfolgreiche Halbrechte Timo Kaiser, der die "Baggerseepiraten" mit drei Treffern zum 5:5 warf (12.). "Hätten wir die erste Hälfte noch enger gestaltet, wäre vielleicht etwas drin gewesen. Aber ganz ehrlich: Wir hatten heute keine Chance", erklärte HSG-Trainer Alexander Hauptmann, der einst selbst für den TVH spielte.

Auf fast jeder Position bot der Tabellenführer eine tadellose Vorstellung: Allein zehn Paraden von Torhüter Matthias Ritschel im ersten Abschnitt sowie eine resolute Abwehr legten den Grundstein für den Erfolg. Auch der Angriff präsentierte sich facettenreich wie selten: War anfangs Regisseur Dominik Mappes nie zu halten, so trumpften später Johannsson auf Halbrechts, Mario Fernandes am Kreis sowie Tom Warnke auf Linksaußen auf. Auch den frühen Ausfall von Markus Semmelroth (Knöchelverletzung), der eine Woche zuvor in Bad Blankenburg zehn Treffer markiert hatte, kompensierten die Blau-Roten problemlos. "Nieder-Roden hat es uns in der ersten Halbzeit aber schwer gemacht", betonte Eyjolfsson. Noch beim 13:11 (22.) stand ein dünner Zwei-Tore-Vorsprung zu Buche, ehe Johannsson & Co. mächtig aufdrehten. Erst drei wuchtige Treffer des Isländers innerhalb von drei Minuten sorgten für den 18:12-Pausenstand.

Damir Doborac, dessen Vertrag am Monatsende ausläuft, erhält kein neues Arbeitspapier

Ein Feuerwerk zündete der TVH nach dem Seitenwechsel, als alle Rädchen ineinander griffen und das Hüttenberger Angriffs-Gewitter heftig auf Nieder-Roden einprasselte. So markierte der starke Warnke per Gegenstoß das 24:14 (37.) und zirkelte den Ball drei Minuten später von Linksaußen zum 28:15 in den Winkel - eine Differenz, die bis zum Schluss auf der Anzeigetafel aufleuchtete. "Die zweite Halbzeit war überragend, weil wir fast perfekt verteidigt haben und im Angriff sehr diszipliniert waren", sagte Eyjolfsson, der ab der 50. Minute A-Jugend-Juwel Nils Lorenz zwischen die Pfosten beorderte.

Auf der Pressekonferenz sprachen die TVH-Verantwortlichen schließlich auch Tacheles in Sachen Damir Doborac: Der Vertrag des 35-jährigen Bosniers, der bis Ende des Monats gültig ist, wird demnach nicht verlängert. "Seine Leistungen waren überragend. So ein Charakter wird uns fehlen", bedankte sich Eyjolfsson beim derzeit verletzten Profi und ergänzte mit Blick auf eine mögliche zweite Rückkehr: "Momentan ist das nicht geplant. Im Juni war es aber auch nicht geplant. Es müsste schon einiges passieren, um das zu realisieren." Verkraften kann Hüttenberg den Abgang, weil Neuzugang Tomas Sklenak voraussichtlich am 4. Januar ins Training einsteigt. Ohnehin ist der Spitzenreiter aber derzeit in fast jeder Besetzung das Maß aller Dinge.


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