Es geht Schlag auf Schlag

ROLLSTUHLBASKETBALL RSV Lahn-Dill im Playoff-Finale in Zwickau

Am Sonntag um 13.30 Uhr steht das erste von maximal drei Finalspielen um die Deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft beim RSC-Rollis Zwickau für Kapitän Michael Paye & Co. auf dem Programm. Nach einer makellosen Hauptrunde und dem erfolgreichen Playoff-Halbfinale gegen Trier kommt es nun im Showdown um den Titel zum Klassiker zwischen den beiden alten Rivalen aus Sachsen und Mittelhessen.

"Zwickau hat eine absolute Topmannschaft und spielt sein Potenzial inzwischen komplett aus", ist sich RSV-Trainer Nicolai Zeltinger über die Schwere der Aufgabe, die vor seiner Mannschaft liegt, bewusst. "Von unseren Erfolgen in der Hauptrunde können wir uns nicht das Geringste kaufen, das Duell startet wieder bei Null". Damit bezieht sich der 42-jährige Coach der Wetzlarer auch auf das Pokalfinale, in dem klar wurde, wie schnell gegen ein anderes Topteam die Felle davon schwimmen können - egal wie dominant der RSV Lahn-Dill zuvor aufgetreten ist. Hinzukommt, dass nach dem vorzeitigen Aus 2013 in Meisterschaft und Pokal sowie dem Scheitern im Pokal-Halbfinale das ewig junge Duell mit den Wetzlarern die erste Chance der hochgehandelten Zwickauer auf einen Titel seit langer Zeit ist.

Auf der anderen Seite dürfte gerade der Erfolg vom vergangenen Sonntag, als Zeltingers Team Mitte des zweiten Viertels bereits mit 22 Punkten Differenz gegen das RSB Team Thüringen zurücklag, sich eindrucksvoll zurückkämpfte und am Ende nach Verlängerung triumphierte, das Selbstvertrauen der Mannschaft um Routinier Dirk Köhler noch einmal gestärkt haben. Zudem hat das Cupfinale einmal mehr gezeigt, wie qualitativ hochwertig und tief die Wetzlarer Bank besetzt ist, als mit Marco Zwerger ein Defensivspezialist zu einem der Matchwinner avancierte. Diesen Trumpf wollen die Mittelhessen auch im Duell mit Zwickau in die Waagschale werfen.

Choudry und Erben sind die Hauptfiguren bei den titelhungrigen Sachsen

Bei den Sachsen selbst zählen vor allem der britische Europameister Ghazian Choudhry und der tschechische Center Adam Erben zu den Schlüsselspielern in einem mit internationalen Hochkarätern besetzten Team. Aber auch Neu-Nationalspieler Kai Möller, der mit den Wetzlarern Christopher Huber und Thomas Böhme im vergangenen September die Junioren-WM in Adana gewann, wird im Zwickauer Spiel immer mehr zum X-Faktor.

Nach Choudhry und Erben, die im Durchschnitt zusammen 36,8 Punkte pro Spiel beisteuern, überzeugte Möller vor allem im Halbfinale mit 40 wichtigen Punkten in der drei Spiele langen Serie gegen das RSB Team Thüringen. Neben dem genannten Trio dürfen Routinier Rostislav Pohlmann, der britische Weltklasse-Lowpointer Abdi Jama, der US-Amerikaner Bryce Doody oder aber der dritte Brite Matt Sealy von der RSV-Defensive nicht außer Acht gelassen werden.

Die mitreisenden Fans des RSV Lahn-Dill dürfen sich am Sonntag auf dem Zwickauer Scheffelberg auf ein packendes Match zweier internationaler Topteams freuen, bei dem beide Seiten sicherlich alles geben werden, was sie als Trümpfe im Ärmel haben. Spiel zwei der "best-of-three"-Serie steigt dann am Samstag (12. April) um 19.30 Uhr in der Sporthalle der August-Bebel-Schule in Niedergirmes. Hat einer der beiden Kontrahenten nach diesem zweiten Duell bereits zwei Siege auf dem Konto, ist der Titelkampf entschieden. Sollte es nach Siegen 1:1 stehen, käme es am Sonntag, den 13. April um 16 Uhr erneut in Wetzlar zum alles entscheidenden dritten Endspiel der Erzrivalen.


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