"Favoritenschreck" im Anmarsch

HANDBALL TV Hüttenberg erwartet TV Gelnhausen zum Hessenderby / Wiedersehen mit Moritz Zörb

Auf seine Tore baut der TV Hüttenberg auch gegen den TV Gelnhausen: Daniel Wernig. (Foto: Weis)

Fortsetzen wollen die Blau-Roten ihre Erfolgsgeschichte an diesem Samstagabend (19.30 Uhr) im Sportzentrum: Ausgetragen wird dort das Hessenderby gegen den TV Gelnhausen - der fleischgewordene Favoritenschreck. Gleich zweimal schlug der Aufsteiger in dieser Runde den HC Elbflorenz mit 29:28 - jenes Team also, das seinerseits dem TVH die erste Pleite zufügte.

Verändert hat sich an der Hüttenberger Ausgangslage trotz des punktlosen Wochenendes nichts: Acht Zähler trennen den Zweitliga-Absteiger nach wie vor von Rang zwei, da im Duell der Verfolger der TuS Fürstenfeldbruck gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau die Oberhand behielt (31:26). "Nach der Niederlage wollen wir aber so schnell wie möglich wieder die Tugenden zeigen, die uns bisher so stark gemacht haben", betont TVH-Coach Adalsteinn Eyjolfsson, der den Gegner in höchsten Tönen lobt: "Gerade gegen Elbflorenz haben die Gelnhäuser zweimal gezeigt, was sie können. Ich finde, diese Mannschaft hat sich in diesem Jahr auch spielerisch gut entwickelt."

Zu sehen bekommen die Hüttenberger Anhänger gegen den TVG einige vertraute Gesichter - darunter Moritz Zörb, der vergangene Saison noch im Sportzentrum auflief und mit einem Zweitspielrecht der HSG Wetzlar ausgestattet ist. Gleiches gilt für die grün-weißen Jugendnationalspieler Jonas Müller und Hendrik Schreiber. Unumstrittener Leistungsträger der Barbarossastädter ist aber Linkshänder Fabian Eurich, der mit 130 Treffern auf Platz fünf der Torjägerliste rangiert. "Das sind alles junge, hungrige Leute, die in Gelnhausen eine gute Rolle spielen. Um die Rückraumachse auszuschalten, müssen wir konzentriert zu Werke gehen", so Eyjolfsson, der auch vor seinem ehemaligen Schützling gewarnt ist: "Moritz kennen wir natürlich noch sehr gut. Er arbeitet am Kreis sehr viel und ist in der Abwehr stark."

Nur hinter Semmelroth steht ein Fragezeichen

Zuweilen zeigt die Mannschaft von Trainer Andreas Kalman allerdings auch schwankende Leistungen: Zweimal unterlag der Aufsteiger etwa dem abgeschlagenen Tabellenvorletzten TSV Rödelsee. Auch vor dem Elbflorenz-Coup standen im neuen Jahr zwei Niederlagen zu Buche. Für die Blau-Roten sprechen zudem die Erfahrungen aus dem Hinspiel: Beim 31:23-Sieg Anfang Oktober war der TVH jederzeit Herr der Lage - auch Top-Torjäger Eurich brachte es lediglich auf zwei Feldtreffer. "Unsere 3:2:1-Deckung muss am Samstag ein bisschen kompakter stehen als gegen Elbflorenz. Dazu müssen wir die Gelnhäuser 6:0-Abwehr konsequent in Bewegung bringen", fordert Hüttenbergs Trainer Eyjolfsson, der ein "hartes Spiel" erwartet, das seine Schützlinge aber unbedingt gewinnen wollen.

Mithelfen kann dabei voraussichtlich fast der gesamte Kader des Spitzenreiters. Zwar mussten unter der Woche gleich mehrere Spieler grippebedingt kürzer treten. Rechtzeitig zum Hessenderby steht aber nur noch hinter Markus Semmelroth ein Fragezeichen.

Vor seiner Heimpremiere steht derweil Tomas Sklenak: Der 60-fache tschechische Nationalspieler feierte bereits in Dresden sein Debüt. Eine weitere Niederlage wollen der Neuzugang aus Eisenach und seine Kollegen im Hessenderby unbedingt vermeiden.


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