Hocker bangt um Rebecca Konhäuser

FUSSBALL FSV Wetzlar peilt "Big Points" an

Wollen gegen Würzburg wieder jubeln: (v.l.) Kathrin Schermuly, Maike Simbeck und Jaqueline Klippert vom FSV Hessen Wetzlar. (Foto: Weis)

Mit einem Sieg könnte sich der Aufsteiger von der Lahn im Mittelfeld festsetzen. "Aber wenn man so ein Spiel verliert, steckt man wieder unten drin", weiß FSV-Trainer Stefan Hocker, der betont: "Gerade daheim wollen wir das Ding gewinnen." Gute Erinnerungen haben die Domstädterinnen an ihre bisherigen Zweitligapartien am Klosterwald: Sowohl bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den Tabellenzweiten FC Bayern München II als auch beim furiosen 5:2-Sieg über Alemannia Aachen überzeugte der Neuling auf dem Kunstrasen.

Mit erhobenen Händen werden die Gäste aber keineswegs nach Wetzlar reisen. Würzburg gelangen in bisher elf Saisonspielen lediglich ein Sieg und drei Unentschieden. "Um den Anschluss zu halten, wollen wir unbedingt drei Punkte. Mit einem würden wir uns sicher nicht begnügen", erklärt ETSV-Coach Christian Breunig. Hoffnung schöpft der Eisenbahn- und Turnsportverein auch aus der Hinrundenpartie (0:0), in der die Mainfranken in der Schlussminute vergeblich einen Elfmeterpfiff forderten. "Ich denke, das wird jetzt ein ganz anderes Spiel. Damals hätten wir mit mehr Selbstbewusstsein auftreten sollen. Und auch Wetzlar musste sich erst einmal an die Liga gewöhnen", erinnert sich Breunig.

Die Vorbereitung verlief für beide Mannschaften allerdings grundverschieden: So absolvierte der FSV ein anspruchsvolles Programm und verkaufte sich gegen die Erstligisten 1. FFC Frankfurt (0:6) und 1. FC Köln (0:3) jeweils eine Halbzeit gut. Mächtig Selbstbewusstsein tankte der Tabellensechste beim 7:1-Sieg gegen Regionalligist SC Bad Neuenahr.

Bänderriss stoppt Leonie Weide

Ganz anders ist die Lage beim Gast, der nur sporadisch auf Kunstrasenplätzen trainieren konnte. In den Testspielen setzte es zuletzt Pleiten gegen die Regionalligisten USV Jena II (0:4) und FC Ingolstadt (1:2). Dazu verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle das größte Würzburger Problem: Mit nur acht Treffern hat das Schlusslicht die mit Abstand geringste Ausbeute.

Auch aus diesem Grund gehen die Domstädterinnen als leichter Favorit ins Rennen. Selbst, wenn der Einsatz der torgefährlichsten Akteurin auf der Kippe steht. Rebecca Konhäuser, die im Duell mit Aachen doppelt und gegen Bad Neuenahr vierfach traf, pausierte zuletzt eineinhalb Wochen wegen einer Zerrung. "Wir müssen schauen, ob sie spielen kann. Die Hoffnung ist aber da", erklärt Hocker. Nicht mit von der Partie sind dagegen Torhüterin Sarah Dübel (Fingerverletzung) und Außenverteidigerin Leonie Weide, die sich am vergangenen Freitag einen Bänderriss zuzog. Zwei weitere Spielerinnen stehen kurz vor ihrem Debüt in der 2. Bundesliga Süd: USA-Rückkehrerin Greta Budde und Flügelflitzerin Tania Rocha Ferreira rücken erstmals in den FSV-Kader. Das Duo möchte dem Aufsteiger zu "Big Points" verhelfen.


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