"Keine leichte Aufgabe"

HANDBALL TV Hüttenberg fährt zum heimstarken SV Auerbach

Im Anflug auf Auerbach: Ragnar Johannson vom TV Hüttenberg. (Foto: Weis)

Ehe es zum USV Halle und dem HC Elbflorenz geht, gastiert der unangefochtene Spitzenreiter an diesem Samstag (18.30 Uhr) zunächst beim SV Auerbach in der Helmut-Ott-Halle. Der Aufsteiger aus Franken, dem viele Beobachter eine schwierige Saison prophezeiten, rangiert unerwartet auf dem achten Tabellenplatz. "Zusammen mit Fürstenfeldbruck ist das für mich die Überraschungsmannschaft der Liga", hält TVH-Coach Adalsteinn Eyjolfsson große Stücke auf den Gegner und weiß: "Sie sind besonders heimstark. Das wird gerade in der sehr stimmungsvollen Halle keine leichte Aufgabe", so der 38-jährige Isländer, den bis Mittwoch selbst eine Grippe außer Gefecht setzte.

Tomas Sklenak zum Comeback: "Zwei Wochen brauche ich noch für den Kopf"

Warnung genug ist das Hinspiel im September, als der TVH zwar mit 22:17 siegte, "Adli" und der Hüttenberger Anhang aber nicht mehr als einen "Arbeitssieg" zu sehen bekamen. Ein Ausrufezeichen setzte bereits damals die Auerbacher Abwehr, in der mit Spielertrainer Tobias Wannemacher ein langjähriger Zweitliga-Akteur des HC Erlangen die Fäden zieht. "Auerbach baut auf eine starke 5:1-Deckung, die meistens sehr gut hält. Dazu haben sie mit Andreas Wolf und Maximilian Lux einen gefährlichen Schützen und einen konterstarken Spieler auf Rechtsaußen", benennt Eyjolfsson die Eckpfeiler des Gegners, der am Samstag beim HC Elbflorenz (18:26) allerdings chancenlos war.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Truppe aus dem Nürnberger Land erneut leer ausgeht, ist durchaus hoch. Mit unglaublichen 34:0 Punkten führt Hüttenberg die Tabelle nach wie vor souverän an und geht immer selbstbewusster in die Partien. Sechs Zähler Vorsprung auf Verfolger MSG Groß-Bieberau/Modau stehen bereits zu Buche, wobei der TVH sogar eine Partie weniger als der Tabellenzweite absolviert hat. Dazu kann sich Trainer Eyjolfsson auch in der Breite auf Top-Leistungen seiner Schützlinge verlassen: Routinier Sebastian Roth etwa, der in der Hinrunde teilweise unter seinen Möglichkeiten spielte, trumpfte gegen Kirchzell (27:18) mit fünf Treffern gewaltig auf.

Verschmerzen können die Blau-Roten deshalb auch den einen oder anderen Ausfall: Weiterhin gedulden müssen sich Fans und Verantwortliche auf das Debüt des lange verletzten Neuzugangs Tomas Sklenak, der seit dem 4. Januar wieder normal mit der Mannschaft trainiert und dem Eyjolfsson "deutliche Fortschritte" bescheinigt. "Ich bin schon heiß darauf, aber es ist nicht so einfach zurückzukehren. Zwei Wochen brauche ich noch für meinen Kopf", erklärte der 60-malige tschechische Nationalspieler am vergangenen Freitag nach der Partie gegen Kirchzell.

Was bedeuten würde, dass der ehemalige Eisenacher, der sich auf Rückraum Mitte am wohlsten fühlt, spätestens im nächsten Heimspiel gegen den TV Gelnhausen (20. Februar) sein lange ersehntes Comeback feiert. Dazu fehlten Eyjolfsson unter der Woche gleich mehrere Akteure angeschlagen. Während es für Sven Pausch und Daniel Wernig reichen sollte, fällt die Entscheidung über einen Einsatz von Markus Semmelroth erst kurzfristig.


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