"Müssen hoffen, tun, machen und weiterkämpfen"

HANDBALL 2. Bundesliga: TV Hüttenberg verliert in Hildesheim 23:26 (12:12) und rutscht auf den vorletzten Platz ab

Dadurch fallen die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim, die ohne den erkrankten Dominik Mappes (Nasennebenhöhlenentzündung) und den von seiner Länderspielreise geschlauchten Petar Bubalo an der Innerste angetreten waren, auf den vorletzten Rang zurück und stecken tiefer denn je im Abstiegsschlamassel.

"Es nutzt alles nichts. Wir müssen jetzt hoffen, tun, machen und weiterkämpfen", sagte Spandau, der eine katastrophale Anfangsphase seiner Mannschaft zu sehen bekam, nach Spielschluss erstaunlich gefasst.

Nach zehn Minuten und dem zweiten Tagestreffer von Eintracht-Mittelmann Robin John leuchtete ein 0:4 aus Hüttenberger Sicht von der Anzeigetafel. "Das war ein Beginn zum Vergessen. Da hätten wir auch mit sechs oder sieben Toren zurückliegen können", erklärte Spandau hinterher. Sieben (!) mitunter glasklare Möglichkeiten hatten die Gäste bereits ausgelassen, als Alois Mraz endlich der erlösende ersten Treffer gelang (11.), der zugleich der Startschuss für ganz starke 20 Hüttenberger Minuten war. Erneut Mraz, Markus Semmelroth und Patrick Schmidt mit einem seiner seltenen Siebenmetertreffer stellten binnen drei Minuten den Ausgleich her, ehe Schmidt den TVH zum ersten Mal in Front warf (6:5, 21.). In der verbleibenden Zeit bis zum Seitenwechsel entwickelte sich eine hochintensive Partie, in der die Führung permanent wechselte, weil beide Mannschaften eine Vielzahl an freien Möglichkeiten ausließen. Symptomatisch hierfür war die 28. Minute, als Hüttenbergs Linkaußen Tom Warnke im Tempogegenstoß auf Eintracht-Schlussmann Robert Wetzel zusteuerte, jedoch an selbigem scheiterte und anstatt zum 13:11 zu treffen den 12:12-Halbzeitstand durch Matthias Struck ermöglichte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hielten die Gäste aus dem Handkäsdorf die Begegnung bis zum 15:15 durch Warnke offen (34.), ehe zuerst Abwehrspezialist Marius Liebald und anschließend Jannik Hofmann jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe erhielten.

TVH zu oft in Unterzahl

Die Blau-Roten agierten insgesamt vier Minuten in Unterzahl, in denen die Hausherren durch Treffer von Georgi Nikolov, Maurice Herbold und Marvin Nartey auf 18:15 davonzogen. Trotz einer weiteren Unterzahl-Konstellation (Zeitstrafe Mraz) glichen die Gäste mit einer Energieleistung sogar noch einmal durch den angeschlagenen Moritz Lambrecht zum 21:21 aus (52.), mussten die Niedersachsen jedoch schließlich davonziehen lassen. John, Herbold und der am Kreis kaum zu bändigende Griechen-Koloss Nikolaos Tzoufras (sieben Feldtore) machten dem stets tapfer kämpfenden TVH spätestens mit dem 25:21 (57.) den Garaus. Liebald und Ludwig per Tempogegenstoß brachten den Traditionsclub 90 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf zwei Tore heran, doch Tzoufras krönte seine bärenstarke Vorstellung mit dem 26:23-Endstand. "Jetzt müssen wir zusehen, dass uns eben gegen Großwallstadt eine Überraschung gelingt", richtete Spandau den Blick nach der Schlusssirene bereits auf den kommenden Samstag.

Hildesheim: Wetzel, Feshchanka (n.e.) - Struck (4), Tzimourtos, Nikolov (3), Stüber, John (4), Lungela, Zufelde (1), Tzoufras (7), Herbold (4/2), von Hermanni, Savvas, Nartey (3).

Hüttenberg: Ritschel, Poltrum (n.e.) - Lambrecht (2), Zörb, Wernig (1), Warnke (1), Scholz (4), Mraz (2), Schmidt (4/1), Liebald (2), Semmelroth (4), Ludwig (3), Fernandes, Hofmann.

Schiedsrichter: Linker/Schmidt (Herne) - Zuschauer: 1315 - Zeitstrafen: Hildesheim drei (Struck, Herbold zwei), Hüttenberg sechs (Wernig, Scholz, Mraz, Hofmann, Schmidt, Liebald) - verworfene Siebenmeter: von Hermanni (Hildesheim) scheitert an Ritschel (4.), Wernig (Hüttenberg) scheitert an Wetzel (8.), Ludwig (Hüttenberg) scheitert an Wetzel (12.), Lungela (Hildesheim) scheitert an Ritschel (35.).


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