"Richtig oben mitmischen"

TURNEN Mit Rückkehrer Hambüchen setzt sich KTV wieder höhere Ziele

Da lacht das mittelhessische Turnerherz: Fabian Hambüchen (Mitte) fühlt sich rundum glücklich, zurück in den Obere-Lahn-Reihen zu sein. Seine Teamkollegen (hinten, von links) Lasse Gauch, Thore Gauch und Fabian Lotz sowie der KTV-Vorsitzende Philipp Wiemers freuen sich mit ihm. (Foto: Kauer)

Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender des Trikotsponsors Sparkasse Marburg-Biedenkopf durfte unter anderen Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig begrüßen. Chefcoach Albert Wiemers war "fasziniert" vom feierlichen Rahmen der Veranstaltung. Am Büffet bot sich den KTV-Sponsoren die Möglichkeit zum Plausch, im "Fotostudio" zum Schnappschuss mit den Turnern.

13 stehen aktuell auf der KTV-Meldeliste für die am 1. Oktober beginnende Saison und Albert Wiemers ist guter Dinge, dass mit dieser Truppe nicht wieder bis zur letzten Sekunde um den Ligaverbleib gezittert werden muss. "Ziel ist es, möglichst schnell den Klassenerhalt sicher zu stellen. Und wenn wir alle Wettkämpfe optimal besetzt bestreiten können, ist sicher das kleine oder gar das große Finale drin".

"In Biedenkopf ist es aus der Lust heraus so, dass ich immer alles gebe. Die Jungs hier sind meine Freunde"

Drei der 13 Bundesliga-Cracks fehlten am Samstag: Der Kanadier Scott Morgan, Felix Wiemers, der sich auf der Freeride World-Tour auf Skiern die Berghänge hinunter stürzt, und Nick Klessing, der ein Trainingslager mit der Juniorennationalmannschaft absolviert. Derweil berichtete Youngster Moritz Müller wie er 2015 seine ersten Bundesligawettkämpfe erlebt hat, Sebastian Quensell von der langen Vorbereitung auf seine 35-Sekunden-Auftritte am Seitpferd, Jasper Vennemann, wie man sich auch mit 35 Jahren topfit hält, Lasse Gauch von seiner ersten aufregenden Erstligasaison, sein Bruder Thore Gauch, wie man Leistungssport und den Beruf als selbstständiger Finanzkaufmann unter einen Hut bringt. Waldemar Schiller. erinnerte sich an seinen größten Moment in 15 KTV-Jahren, das Finale um die Deutsche Meisterschaft 2013. Jakob Paulicks hofft, dass es nach seinem Kreuzbandriss von den Krücken zurück an die Geräte geht. Andrey Likhovitskiy, 2015, zweitbester Bundesliga-Scorer freut sich auf den anstehenden Olympia-Qualifikationswettkampf in Rio und Fabian Lotz, "dass wir dieses Jahr wieder richtig oben mitmischen können".

Und das, weil Fabian Hambüchen nach einjährigem Stuttgart-Intermezzo wieder für die KTV Obere Lahn turnt. "Du bist wieder hier", strahlte ihn Vereinsboss Philipp Wiemers an. "Ich war nie weg", entgegnete der Ex-Reckweltmeister, "nur ausgeliehen, denn Maultaschen und Spätzle können sie in Schwaben gut, aber hier ist es schöner!" Der enttäuschende vierte Platz, den er mit dem großen Titelfavoriten 2015 belegte, sei nicht ausschlaggebend dafür, dass er dem "deutschen Turn-Mekka" nach nur einem Jahr den Rücken gekehrt hat, betont der 28-Jährige. Vielmehr habe er mit dem MTV Stuttgart ganz klar ein zunächst nur einjähriges Engagement vereinbart. "Da mir der Schwäbische Turnerbund nach meiner Karriere gute Jobmöglichkeiten bietet, fand ich es eine gute Idee, eine Saison lang für den MTV zu turnen, um die Strukturen in Stuttgart kennen zu lernen". Außerdem habe er im Jahr vor Olympia nicht jeden Wettkampf turnen können. Beim stark besetzten MTV waren Pausen möglich, bei der KTV wären diese unwahrscheinlich gewesen: "In Biedenkopf ist es alleine aus der Lust heraus so, dass ich immer alles gebe. Die Jungs hier sind meine Freunde". Und mit diesen will der Blasbacher nach den Olympischen Spielen die Saison "sportlich voll durchziehen und in der Liga Spaß haben".


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