Schaake zeigt "brutal gutes Spiel"

BASKETBALL BC Marburg löst durch 78:59-Sieg in Freiburg das Playoff-Ticket

In die Karten spielte dem neuen Tabellenvierten dabei die Niederlage der BG Donau-Ries gegen Spitzenreiter TSV Wasserburg, die 20 Stunden später den uneinholbaren Marburger 14-Punkte-Vorsprung auf Rang neun besiegelte.

Gestartet waren die Unistädterinnen vor 600 Zuschauern nicht nach dem Geschmack von Trainer Patrick Unger. "Zu Beginn waren wir ein bisschen nachlässig. 20 zugelassene Punkte im ersten Viertel sind viel zu viel. Wir haben zu ängstlich gespielt", konstatierte der gebürtige Berliner, der am Donnerstag seinen 33. Geburtstag feierte. Obwohl Freiburg mit der zweimaligen Olympiateilnehmerin Licet Castillo und Centerin Morgan Pullins zwei Eckpfeiler fehlten, gehörte das erste Viertel den Eisvögeln. Marburg agierte in der Verteidigung zunächst ohne die nötige Aggressivität und lief einem 13:20-Rückstand (9.) hinterher. Umso wichtiger war Katlyn Yohns Dreier, der 39 Sekunden vor Beginn des zweiten Viertels den Weg durch die Reuse fand.

Unger lobt Reaktion seiner Schützlinge

"Ich habe die Mannschaft daran erinnert, dass wir das Spiel nicht in den ersten Minuten gewinnen, sondern das Tempo 40 Minuten lang hochhalten müssen. Wie sie reagiert hat, hat mir gefallen", erklärte Unger, der eine erhebliche Leistungssteigerung zu sehen bekam. Angetrieben von Spielmacherin Julia Gaudermann und den mitgereisten Fans rissen die "Blue Dolphins" die Partie an sich und erhöhten die Effizienz im Angriff. Als Stephanie Lee den Ball nach einem Rebound von Tonisha Baker im Korb unterbrachte, leuchtete eine 24:22-Führung auf der Anzeigetafel (13.). Zur Pause stand nach dem zwischenzeitlichen 38:26 (17.) immerhin noch ein 40:31-Vorsprung zu Buche.

Den Unterschied machte vor allem eine Akteurin: Nationalspielerin Finja Schaake steuerte 21 Punkte sowie eine 75-prozentige Wurfquote bei und war zum zweiten Mal nach dem Pokal-Viertelfinale in Bad Aibling die erfolgreichste Korbjägerin. Dass Unger der Grünbergerin ein "brutal gutes Spiel" attestierte, lag auch am starken dritten Viertel: Neun Schaake-Punkte in Serie brachten den BC, für den auch Dreier-Spezialistin Yohn 15 Zähler sammelte, mit 49:36 (25.) und 61:45 (33.) in Front. Obwohl die Eisvögel wacker kämpften, machten sich die wenigen Wechselmöglichkeiten bemerkbar.

Die "Blue Dolphins" spielten ihren Stiefel somit souverän herunter und gewannen auch die letzten zwei Viertel, ehe am gleichen Abend die 350 Kilometer weite Heimfahrt anstand. Im Gepäck: Zwei Punkte und das Playoff-Ticket - auch wenn das erst 20 Stunden später in Stein gemeißelt war.


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