Steve Serio überragt

ROLLSTUHLBASKETBALL RSV fügt Kaiserslautern höchste Heimniederlage bei

RSV-Kapitän Michael Paye (Mitte) sieht sich Janic Binda (r.) und Kai Möller gegenüber. (Foto: Diekmann)

Kaum zu stoppen: Steve Serio (r.) umkurvt Kaiserslauterns Matthias Heimbach. (Foto: Diekmann)

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Die Wetzlarer fügten den Pfälzern damit die höchste Pleite der laufenden Saison vor eigenem Publikum zu und bleiben dem Tabellenführer Thuringia Bulls dicht auf den Fersen. Überragender Akteur auf dem Betzenberg war Steve Serio, der 30 Punkte markierte, neun Rebounds einsammelte und sechs Assists holte.

Von Beginn an ließ die Mannschaft von Trainer Nicolai Zeltinger keinen Zweifel an der Favoritenrolle und diktierte das Geschehen auf dem Parkett. Dem 8:0-Start (3.) ließ der spätere Topscorer Serio in der neunten Minute bereits das 20:6 folgen und leitete damit einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Nur wenig später war es Nationalspieler Thomas Böhme, der nach einem Anspiel von Kapitän Michael Paye das 26:8 (13.) markierte. Dieser Korberfolg war der vielumjubelte 1000 Saisonpunkt für den RSV Lahn-Dill.

Ab Minute 16 übernimmt der britische Center Joe Bestwick die Handlung unter dem FCK-Korb

Nach der Einwechselung von Joe Bestwick (16.) übernahm der britische Center die Handlung unter dem Lauterer Korb. Innerhalb von vier Minuten steuerte der 31-Jährige satte neun Punkte zum klaren 48:24-Halbzeitstand bei. "Wir hätten zwar in der Verteidigung durchaus noch ein bisschen besser zupacken können, doch in Anbetracht der Tatsache, dass Kaiserslautern eine gehörige Portion zum attraktiven Spiel beigetragen hat, war das schon eine gute Leistung von uns", freute sich Trainer Zeltinger später.

Nach dem Wechsel setzte sich die Überlegenheit der Gäste zunächst fort. Mit 34:24 Rebounds besaß der RSV nicht nur die Lufthoheit, sondern mit 50 Prozent Trefferquote jenseits der 6,75-Meter-Marke auch die erfolgreicheren Distanzschützen an diesem Samstagabend. Und dennoch bot der FCK seinen Zuschauern ein munteres Match, das nun für einige Minuten auf Augenhöhe verlief. Der Schweizer Nationalspieler Janic Binda verkürzte auf 35:60 (25.), auch sein Teamkollege Ryan Wright hatte einen ganz starken Auftritt. Dagegen war Jake Williams als etatmäßiger Topscorer der Rolling Devils bei der RSV-Defensive in den besten Händen. Mit sieben Punkten blieb der US-Amerikaner als bisher viertbester Schütze der Liga deutlich hinter seinem Schnitt zurück.

Doch der zwölffache Deutsche Meister wurde schnell wieder Herr über das Geschehen auf dem Parkett. Als Kapitän Paye acht Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels einen Dreier zum 77:42 einfliegen ließ, war der RSV sogar kurzfristig auf Kurs zur 100-Punkte-Schallmauer. Doch am Ende konnte Wetzlar seine Konzentration nicht über die gesamten 40 Minuten auf dem zuvor gezeigten Niveau aufrecht erhalten, überzeugte aber in allen Aufstellungen und mit dem höchsten Sieg einer Gastmannschaft in dieser Saison auf dem Betzenberg.

"Steve Serio war heute in allen Belangen überragend, aber auch Felix Schell hat mir in seiner Einsatzzeit sehr gut gefallen", sagte der Coach weiter.


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