An eine erfolgreiche Zweitliga-Saison glaubt auch Hannes Hübner, der die Sommerpause nach dem überraschenden Gewinn der Qualifikationsrunde dazu nutzte, Freundin Kathrin vor den Traualtar zu führen: "Ich glaube fest an den Klassenerhalt", erzählt der TVW-Kapitän, der schon bei der TG Rüsselsheim Zweitliga-Luft schnupperte. "Wenn wir in den kommenden Wochen noch die eine oder andere Verstärkung bekommen, sind wir gerüstet."
Die Mannschaft punktuell aufzurüsten, ist die Aufgabe des neuen Trainers Daniel Bock, der einzige, der laut Rücker in Waldgirmes finanziell entschädigt wird. Der gebürtige Münsteraner, der täglich zum Training aus Fuldabrück bei Kassel anreisen wird, coachte zuletzt den Oberligisten FSV Bergshausen. Als A-Lizenz-Inhaber und Mitglied des Trainerstabes des Hessischen Volleyball-Verbandes verfügt der 34-Jährige über Kontakte, die dem Zweitliga-Aufsteiger bei seinen Personalplanungen zugutekommen sollen. "Irgendwann möchte ich hauptberuflicher Volleyball-Trainer werden", sieht der Betriebswirt die "reizvolle Aufgabe beim TV Waldgirmes" als Sprungbrett für höhere Ziele. Daniel Bock löst Spielertrainer Arndt Schlierbach ab, der künftig nur noch als Aktiver auf dem Feld zur Verfügung stehen wird.
Zum Saisonstart kommt am 11. September Mendig in die Bebel-Sporthalle
"Wir haben im Verein viel über die Zweite Liga diskutiert, haben am Ende aber einstimmig zugestimmt", erläuterte Vorstandsmitglied Edith Wagner bei der Vorstellung des neuen Trainers in den Räumen des neuen Hauptsponsors Volksbank Heuchelheim, der zusammen mit dem neuen Co-Sponsor, der Wetzlarer Rechtsanwaltskanzlei Unützer, Wagner und Werding, sowie weiteren Unterstützern dafür Sorge tragen soll, dass der Etat in Höhe von nur 20 000 Euro aufrechterhalten werden kann.
"Für uns ist Zweitliga-Volleyball nicht nur Neuland, sondern zugleich ein ambitioniertes Projekt, weil wir keinem Spieler Geld zahlen", glaubt Friedhelm Rücker, dass "ein Breitensportverein wie wir auch eine Spitze braucht." Insgesamt betont der frühere Angreifer des ehemaligen Gießener Fußball-A-Ligisten SV Dorf-Güll, "dass wir uns keinen Illusionen hingeben. Der Ligaver-bleib kann klappen, alles kann aber auch schiefgehen."
Zu den 13 Heimspielen in der Sporthalle der August-Bebel-Schule, die nach dem Abriss der TVW-Heimstätte in Atzbach als Ausweich-Spielstätte fungiert, erwarten die Waldgirmeser Verantwortlichen "wenn es gut läuft", so Rücker, "jeweils rund 500 Zuschauer". Die zum Saisonstart am Samstag, 11., September, gleich einen Kracher erwarten, denn der Ex-Bundesligist VC Eintracht Mendig aus der Nähe von Koblenz, der sich mit Ex-Nationalspieler Niklas Radermacher (Düren) verstärkt hat, schlägt um 20 Uhr in Niedergirmes auf. Die weiteren, teils namhaften Süd-Zweitligisten, kommen aus Bayern (ASV Dachau, VCO Kempfenhausen, TSV Friedberg, TSV Grafing), Sachsen (GSVE Delitzsch, Leipzig Volleys, VC Dresden) und Baden-Württemberg (TuS Durmersheim, TV Rottenburg II, FT 1844 Freiburg, VYS Friedrichshafen).
Das einzige Hessen-Derby steht am Samstag, 16. Oktober, auf dem Programm, wenn Hannes Hübner seine Jungs zum Duell mit seinem Ex-Club TG Rüsselsheim aufs Feld führt: "Gehts raus und habts Spaß!"







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