"Zu Hause müssen drei Punkte her", sagt Wetzlars neuer Trainer Fabio Eidelwein, dessen völlig umgekrempeltes Team nach zwei Unentschieden beim FSC Lohfelden (3:3) und gegen den OSC Vellmar (2:2) unter der Woche eine 1:3-Niederlage bei Aufsteiger SpVgg. Hadamar hinnehmen musste.
Individuelle Fehler machten am Dienstagabend alle Hoffnungen auf den ersten Dreier zunichte. Die Enttäuschung war groß, wie Eidelwein, der in der vergangenen Saison noch selbst das Trikot der Domstädter trug, zugab: "Wir haben danach viel gesprochen. Gerade mit den jungen Spielern, die ziemlich niedergeschlagen waren. Der erste Sieg kommt früher oder später. Wir müssen den Kopf hochhalten und weiter hart arbeiten." Und die Gegentreffer abstellen. "Unsere Hauptaufgabe ist es erst einmal, hinten sicher zu stehen", erklärt der ehemalige Stürmer, der jedoch nicht verraten wollte, ob es auch Umstellungen geben wird, sondern nur so viel preisgab: "Die beiden Tage vor dem Spiel werden wir an der Taktik arbeiten. Wir werden aber nichts Neues erfinden, denn es liegt an Kleinigkeiten."
Verzichten muss der 36-jährige Coach am Samstag auf Ersatztorwart Roman Sheshko (Oberschenkelprobleme) sowie auf Dominik König und Sergen Rüzgar, die sich beide am Knie verletzt haben. "Wir haben zwar noch mehr Angeschlagene, aber die anderen beißen auf die Zähne."
Etwas entspannter kann Günter Stiebig, der neue Mann auf der Bank der Drittliga-Reserve, sein. Sein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 19,7 Jahren reist nach dem 3:0-Erfolg unter der Woche gegen den FSV Fernwald selbstbewusst an die Lahn. Mit sieben Punkten steht sie auf dem zehnten Tabellenplatz und ist laut dem aus Grebenau im Vogelsberg stammenden Nachfolger von Ex-Profi Jürgen Baier auf einem guten Weg. "Wir müssen aber noch mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen", fordert der 48-Jährige, der auch schon als Jugendcoach beim VfB Marburg und bei der TSG Wieseck arbeitete.
Routinier Suat Türker steigt ins Training ein, spielt aber noch nicht
Personell kann Stiebig am Samstag aus dem Vollen schöpfen und konnte gestern Abend im Training sogar noch mit Suat Türker einen prominenten Neuzugang begrüßen, der jedoch den Altersdurchschnitt des Talentschuppens vom Bieberer Berg anheben würde. Der 35-jährige Angreifer, der in 101 Zweitligaspielen 38 Tore erzielte, soll im nächsten Jahr die Leitung der OFC-Fußballschule übernehmen und auch im Marketing mitarbeiten. "Spielen wird er in Wetzlar noch nicht, aber wir hoffen, dass er uns demnächst mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann", sagt der Offenbacher Trainer, der davor warnt, den Gegner vom Samstag zu unterschätzen: "Bei der Eintracht hat ein erheblicher Umbruch stattgefunden. Die Mannschaft muss sich noch finden. Sie ist auf jeden Fall von der Qualität her besser als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt."
Gewarnt ist auch sein Wetzlarer Kollege Fabio Eidelwein: "Prinzipiell müssen wir auf uns gucken, aber wir wissen, da kommt eine junge, spielerisch starke Truppe. Da gilt es dagegenzuhalten und aus einer starken Abwehr Zeichen nach vorne zu setzen." Gleichzeitig gibt der Deutsch-Brasilianer zu bedenken: "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir 17 neue Spieler haben, die ihre Zeit brauchen."























