Es war in der 39. Minute, als Neuzugang Horie mit einem Dreipunktewurf seine ersten Zähler im Trikot seines neuen Teams erzielte und damit das Publikum im längst entschiedenen Duell noch einmal von den Sitzen riss. Zuvor sahen die Besucher ein munteres und abwechslungsreiches Bundesligaspiel, bei dem Mina Mojtahedi nach ihrer verletzungsbedingten Pause erstmals wieder auf das Parkett rollte. "Ich bin beeindruckt, in welcher Form Mina nach ihrer sechswöchigen Pause zurück ins Spiel gefunden hat", kommentierte RSV-Trainer Nicolai Zeltinger das gelungene Comeback der Finnin.
Mojtahedi feiert gelungenes Comeback, Horie markiert seine ersten Punkte
Mann des Tages war aber zweifellos US-Pointguard Michael Paye, der in 36 Minuten Spielzeit nicht nur stolze 37 Punkte markierte, sondern mit acht Assists auch noch der Spielgestaltung seinen Stempel aufdrückte. Der 28-jährige Topscorer war es auch, der mit seinem ersten Korberfolg nach wenigen Sekunden den 10:3 (5.)-Start seines Teams einläutete. Doch in der Folge spielte der Gast aus Österreich vor allem über seinen tschechischen Center Lukas Hartig munter mit. Das 11:12 (8.) sowie das 15:20 (12.) waren der verdiente Lohn für die Mannschaft von Trainer Walter Pfaller, in der Abdulgazi Karaman ein Wiedersehen mit dem Wetzlarer Publikum feierte.
Auch wenn der Vorsprung bis zur Pause noch auf 43:28 angewachsen war, nahm Zeltinger seine Mannschaft in die Pflicht. Aus der Kabine kam der Tabellenführer mit einem wahren Feuerwerk zurück auf das Parkett. Der RSV Lahn-Dill setzte Salzburg nun mit einer aggressiven Pressverteidigung unter Druck, so dass Kapitän Joey Johnson und seine Nebenleute den Spielabschnitt mit 33:6 nach Belieben dominierten und dabei an das rekordverdächtige 43:0-Viertel gegen Hannover aus dem Oktober erinnerten. So war die Partie spätestens beim 61:32 (27.) entschieden und der Platz an der Sonne im Fernduell mit Erzrivalen Zwickau verteidigt.
"Wir haben in den letzten Wochen aus der Not eine Tugend gemacht und durch den Ausfall von Mina Mojtahedi neue Aufstellungen getestet, die zukünftig erfolgreiche Optionen sein werden. Gleichzeitig verlief ihr Comeback sportlich wie medizinisch hervorragend, so dass wir aus dieser nicht ganz einfachen Situation mehr gestärkt hervorgehen", so Nicolai Zeltinger in seinem Schlussfazit.
Auf Seiten der Salzburger gefiel vor allem Topscorer Hartig, der sich insbesondere in der ersten Halbzeit immer wieder unter dem Wetzlarer Korb in Szene setzen konnte. Aber auch seinem deutschen Teamkollege Wolfgang Almer war anzumerken, dass sich der 29-Jährige in Diensten der Mozartstädter gerne Bundestrainer Zeltinger auf der Bank der Hausherren empfehlen wollte.
Lahn-Dill: Paye (37), Serio (13), Köhler (9), Böhme (8), Haller (6), Johnson (6), Horie (5/1 Dreier), Schünemann (5), Gundert (2), Schell (2), Mojtahedi.
Salzburg: Hartig (19), Almer (13), Höglinger (6), Karaman (6), Eder (3), Huber, Pawle, Sykora, Thurner.







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