Die knapp 900 Zuschauer in der Sporthalle der August-Bebel-Schule mussten neben Santiago Mora und Topscorer Ahmet Coskun zwar auch auf den Ex-RSVler Lars Christink verzichten, bekamen dafür aber ein Gastgeber-Team zu Gesicht, das auf dem Weg in die Playoffs nicht eine Sekunde vom Gas ging.
Nationalspielerin Schünemann markiert den 100. Punkt für den Tabellenführer
Die durch eine Grippewelle dezimierten Thüringer sahen sich gleich zu Beginn einem enorm druckvoll agierenden RSV gegenüber, der nach nur vier Minuten bereits mit 10:0 in Front lag. Steve Serio nach wenigen Sekunden, zweimal Center Dirk Köhler, Michael Paye und Kapitän Joey Johnson trugen sich so bereits in der Startphase in die Liste der Punktesammler ein.
Immer wieder war der seines Führungsduos beraubte Gast dem immensen Druck der RSV-Verteidigung nicht gewachsen, hatte enorme Schwierigkeiten, überhaupt ein geordnetes Angriffsspiel aufzuziehen und beklagte so im Laufe der Partie 36 Ballverluste. Die Mannschaft von Trainer Nicolai Zeltinger ihrerseits nutzte die erzwungene hohe Zahl dieser Ballgewinne zu temporeichem Fastbreak-Spiel und schraubte das Ergebnis bis zur Halbzeit über 22:6 (9.) und 39:12 (15.) auf 48:18 nach oben. Insbesondere der Überblick der beiden US-Boys Paye und Serio mit zusammen 13 Assists und die Lufthoheit mit einem Rebound-Verhältnis von 32:22 durch die Center Johnson, Köhler und Felix Schell machten in dieser Phase den Unterschied.
Nach dem Wechsel nahm der achtfache Meister dann die 100-Punkte-Marke ins Visier. Wieder mit der etatmäßigen Startformation aus der Kabine kommend brannte das Zeltinger-Team ein Feuerwerk ab, bei dem der spätere Topscorer Dirk Köhler und sein US-Kollege Steve Serio jeweils 13 Punkte allein in diesem Viertel markierten. So hatten die Besucher bereits nach 30 Minuten den angepeilten Hunderter vor Augen. Doch diesen wollte das Rumpfteam aus Jena nicht kampflos akzeptieren. Die Gäste wehrten sich so gut sie konnten, verkürzten auf 31:94 (34.), ehe Nationalspielerin Gesche Schünemann zweieinhalb Minuten vor Schluss den von den Fans ersehnten 100. Punkt zum 100:31-Zwischenstand markierte. Die letzten Minuten gehörten dann aber wieder den Caputs, die das Viertel 20:12 gewannen. "Ich bin mit der fast durchgehend hohen Konzentration im Spiel meiner Mannschaft zufrieden, muss aber vor allem der tapfer kämpfenden Rumpftruppe aus Jena meinen Respekt zollen", so RSV-Trainer Zeltinger später.
Lahn-Dill: Köhler (28), Serio (23), Johnson (12), Paye (10), Schell (9), Schünemann (8), Gundert (6), Böhme (2), Haller (2), Amend, Horie, Mojtahedi.
Jena: Kay (11), Kietzer (9), Hayirli (8), Vogel (6), Heimbach (4), Schüler (2), Brühl, Heinecke.






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