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Handball landet in der Mottenkiste

Große Leidenschaft des ehemaligen Rechtsaußen heißt Skifahren / Folge 115

Herr Hondl, 1995 sind Sie als Handballer zurückgetreten. Hat Sie es danach nicht nochmal in den Fingern gejuckt?

Peter Hondl: Überhaupt nicht. Nach dem letzten Spiel im Mai 1995 für den TV Gelnhausen habe ich keinen Handball mehr angefasst. Wenn jemand angerufen und gesagt hätte, komm doch mal zum Zocken, dann hätte ich wohl ja gesagt. Aber alles hat seine Zeit. Handball war und ist nicht alles im Leben. Ich genieße das Gefühl, nicht mehr auf Trainingstermine oder Spiele am Wochenende zu achten.

Wann haben Sie denn zuletzt ein Handballspiel gesehen?

Hondl: Am 30. Dezember war ich das erste Mal nach drei Jahren mal wieder in der Rittal-Arena. Und das auch nur, weil meine Frau unbedingt ein Spiel der HSG Wetzlar sehen wollte. Dann verlieren die Jungs auch noch mit 25:26 gegen Dormagen, es war enttäuschend.

Warum gehen Sie nicht häufiger in die Arena?

Hondl: Es zieht mich nicht mehr hin. Das wäre anders, wenn die HSG noch in Dutenhofen spielen würde. Die familiäre Atmosphäre dort, die hat mich begeistert. Wobei ich weiß, dass Bundesliga-Handball nur in der Arena funktioniert. Das ist der Gang der Dinge. Genauso wie das Spiel selbst. Die Athletik ist aktuell eine völlig andere. Dagegen waren wir, obwohl wir auch erste Liga gespielt haben, bessere Freizeitsportler mit drei Mal Training in der Woche. Heute unvorstellbar.

Aber die Erinnerungen an Ihre eigene Handball-Zeit ist nicht verblasst, oder?

Hondl: Ich hatte tolle Jahre als Rechtsaußen. Der Bundesliga-Aufstieg mit der SG Wallau/Massenheim 1987 beispielsweise war besser als ein Hitchcock-Krimi. Wir lagen vor dem letzten Spiel in Roth einen Punkt hinter Nürnberg, das in Hüttenberg antreten musste. Nach unserem Sieg telefonierte der Sohn von Bodo Ströhmann mit einem Informant in Hüttenberg. Der berichtete, dass Nürnberg bei Unentschieden nach Ablauf der Zeit einen Siebenmeter bekommen hätte. Wir saßen dann 30 Minuten lang unter Tränen in der Kabine, weil wir dachten, Nürnberg hätte gewonnen und wir müssten in die Relegation. Aber dann brach der Jubel aus, denn der Siebenmeter ging an den Pfosten und wir waren dank des besseren Torverhältnisses direkt aufgestiegen.

Stichwort TV Hüttenberg. Dort sind Sie 1983 von Ihrem Heimatverein Borussia Fulda kommend in die Bundesliga gestartet ...

Hondl: ... und habe speziell die zweite Saison im Gedächtnis behalten. Da gehörten wir kurz vor Weihnachten völlig überraschend zur Spitzengruppe und hätten mit einem Sieg beim TV Großwallstadt sogar Tabellenführer werden können. Doch dann haben wir nach einer 17:12-Führung Mitte der zweiten Halbzeit noch mit einem Tor verloren. Anschließend gab es für uns, glaube ich, 1:21 Punkte und wir sind in der Tabelle immer weiter durchgereicht worden. Am Ende waren wir abgestiegen.

Später haben Sie mit dem TSV Dutenhofen dann nochmal ans Tor zur Bundesliga angeklopft ...

Hondl: Das war 1992. Wir hatten eine ganz tolle Mannschaft und sind in die Aufstiegsrunde gekommen. Dort haben wir die SG Weiche-Handewitt (heute SG Flensburg-Handewitt, Anm. d. Red.) im ersten Spiel geschlagen. Das war eine Art Initialzündung. Am Ende war es verdammt knapp im Dreiervergleich mit Bad Schwartau und Weiche, das letztlich nur aufgrund des besseren Torverhältnisses den Sprung in die erste Liga geschafft hat.

Sie waren in all den Jahren nicht nur ein Klasse-Rechtsaußen, sondern auch ein Spezialist für kurze Manndeckung. Gibt es einen Gegenspieler, an den Sie sich am liebsten erinnern?

Hondl: Jerzy Klempel. Der hatte in einem Bundesliga-Spiel für Frisch Auf Göppingen 17 Tore geworfen und traf eine Woche später auf den TV Hüttenberg und meine Wenigkeit. Ich habe ihn auf fünf Treffer gehalten und selbst sechs Mal getroffen.

Welchem Trainer haben Sie am meisten zu verdanken?

Hondl: Zum einen Eckhard Kurrek. Der hat in Fulda, nachdem ich mich für Handball und gegen Fußball entschieden habe, mein Talent enorm gefördert und mich geprägt. In Hüttenberg war es dann Rainer Dotzauer. Er hatte in puncto Spielvorbereitung und Motivation so viel drauf.

Was motiviert Sie heute aus sportlicher Sicht?


Hondl: Skifahren ist in den letzten Jahren meine große Leidenschaft geworden. Sofern es die Jobs zulassen, fahren meine Frau und ich in die Berge. Nächstes Jahr planen wir eine Reise nach Vancouver und Whistler, quasi auf den Spuren Olympias. Das wird sicher ein Traum.

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