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Der Sport zum Sonntag

Von Andr Bethke

Demokratie bedeutet, dass die Mehrheit entscheidet. Dieses Prinzip hat bei Bayerns Amateurfußballern unmittelbar vor Saisonstart für Gesprächsstoff gesorgt, denn die Mehrheit der Clubs hat sich auf dem Verbandstag für eine neue Auswechslungsregel entschieden. Ab sofort ist es allen Mannschaften von der Kreisliga abwärts erlaubt, bereits ausgewechselte Spieler erneut in die Partie zu schicken. Dieses Prozedere war hierzulande allenfalls von den Alten Herren bekannt. Und da hatte es schon mehr als einmal Diskussionen gegeben, ob dies überhaupt korrekt sei. In Limburg-Weilburg hatte schließlich das Votum der Vereine dafür gesorgt, dass ein Rückwechseln erlaubt bleibt. Mehrheit entscheidet eben. Der Rücktausch von Spielern ist in Bayerns Kreisklassen jedoch nur in Spielunterbrechungen und nur mit Zustimmung des Schiedsrichters zulässig, also nicht "fliegend". Das Auswechselkontingent bleibt aber auf drei Akteure beschränkt. Es dürfen sich also maximal 14 Spieler die elf Positionen auf dem Feld teilen und in uneingeschränkter Häufigkeit Plätze tauschen. Die Unparteiischen haben sich nur die ersten drei Auswechslungen zu notieren. Der Grund für die Änderung sei, dass es "für die kleinen Vereinen aufgrund von Spielermangel immer schwieriger geworden ist, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten", erklärte der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), Rainer Koch, vergangene Woche gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die kritischen Reaktionen kann der BFV-Boss nicht nachvollziehen: "Das Drittel der Antragsgegner meldet sich jetzt selbstverständlich zu Wort. Der BFV ist dagegen dem deutlichen Mehrheitswillen gefolgt." Rund 60 Prozent der 4590 Delegierten bei den 24 bayerischen Kreistagen hatte für das Rückwechseln gestimmt. Die Gegner kritisieren besonders die dadurch eröffnete Möglichkeit der Spielverzögerung, wenn ein Team kurz vor dem Schlusspfiff knapp in Führung liege. "Wir sollten nicht immer gleich über Regelmissbrauch nachdenken und alles bis ins kleinste Detail reglementieren", mahnte Koch. "Ich bin überzeugt, dass sich alles einspielen wird. Natürlich werden wir die Erkenntnisse sammeln - und gegebenenfalls die Durchführungsbestimmungen zeitnah nachjustieren." Bayerns Verbandsschiedsrichter-Obmann Rudi Stark ist überzeugt, dass das Rückwechseln den Unparteiischen keine Probleme bereiten wird. "Ich sehe keine Gefahr", sagte Stark: "Wenn der Schiedsrichter den Eindruck hat, mit einer Rückwechslung solle nur auf Zeit gespielt werden, wird er dagegen einschreiten."

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