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Der Sport zum Sonntag

Von Andr Bethke

Dass so genannte Fans des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf am Samstag vor einer Woche auf der Heimreise vom Spiel beim FSV Frankfurt in Limburg nach ihrem Rauswurf aus dem ICE randalierten und dabei einen Lkw in Brand setzten, machte bundesweit Schlagzeilen. Und es erinnerte unseren Mitarbeiter Manfred Disper an eine ähnlich unliebsame Begebenheit mit den Anhängern aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Bei der Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal hatte das Los vor gut 23 Jahren dem damaligen Hessenpokalsieger RSV Würges ein Gastspiel des damals ebenfalls in Liga zwei spielenden Traditionsvereins vom Rhein beschert. Die Partie am 29. August 1987 sollte in die Annalen des RSV eingehen. Freilich nicht aus sportlicher Hinsicht. Manfred Disper, der damals wie heute als Journalist für unsere Zeitung in Würges live vor Ort war, erinnert sich noch gut: "Die Partie war als Freudenfest angekündigt worden. Es kam aber ganz anders. Die Fortuna-Chaoten hausten wie die Vandalen. Danach rauschte es mächtig im bundesdeutschen Blätterwald. In der überregionalen Presse stand bei der Berichterstattung nicht der Fußball, sondern das Verhalten der randalierenden Fortuna-Fans im Vordergrund. " So schrieb die Frankfurter Rundschau: "Horror-Nachmittag statt Fußballfest". In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war zu lesen: "Beim 3:0-Sieg der Fortuna ist der Polizeibericht ergiebiger als der Spielbericht". Manfred Disper erzählt: "Sie haben immer wieder gegrölt ,Heute gehört uns Würges, morgen die ganze Welt. Es folgte ein markiges ,Sieg heil, Sieg heil". Die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" vermeldete daraufhin in dicken Lettern. "Ein Dorf ist schockiert". Bereits vor dem Anpfiff hatten die mächtig alkoholisierten Düsseldorfer Chaoten laut Manfred Disper für Unruhe im Dorf gesorgt, eine Gaststätte gestürmt, Zaune demoliert und auch um ein Haar einem Brautpaar beim Gang aus der Kirche den schönsten Tag des Lebens so richtig vermiest. Die Polizeistation Limburg-Weilburg musste seinerzeit personelle Verstärkung anfordern. Erst mit dem Einsatz der Hundestaffel bekamen die Ordnungshüter das Geschehen auf dem Sportplatz unter Kontrolle. Damit nicht genug. Das Vorhaben der Chaoten einen ihrer durch einen Hundebiss verletzten Kameraden im Limburger Krankenhaus zu besuchen, wurde von der Polizei verhindert. Der sogenannte Fanbus hatte Geleitschutz von Würges bis zum Elzer Berg. Das Spiel geriet fast zur Nebensache. 3500 Zuschauern sahen, wie der damalige Tabellendritte der Landesliga um das Oberlahn-Quintett Tormann Hans-Jörg Mach (Weinbach), Andreas Färber (Weilmünster), Detlef Meinhold (Aumenau), Dirk Krämer (Wirbelau) und Mannschaftsarzt Dr. Walter Staaden (damals Aumenau) gegen die Profis von Trainer Aleksander Ristic bei Gegentreffern von Dean Thomas (2) und Josef Weikl mit 0:3 verlor.

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