«FAZ»: DFB-Chef Grindel gegen Zahlungen an Platini

«Rente» für Ex-UEFA-Boss?
Reinhard Grindel
Reinhard Grindel ist der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Foto: Arne Dedert

«Es ist für die Integrität und Glaubwürdigkeit der UEFA von entscheidender Bedeutung, dass in Finanzfragen absolut seriös gearbeitet wird», sagte Grindel der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Am Vortag hatte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union bestätigt, dass Zahlungen an den wegen Ethikvergehen bis 2019 von allen Fußballaktivitäten gesperrten Franzosen durch das Exekutivkomitee geprüft würden.

Platini war wegen einer dubiosen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken durch Ex-FIFA-Chef Joseph Blatter im vergangenen Jahr von der FIFA-Ethikkommission für acht Jahre suspendiert worden. In zwei Instanzen wurde die Sperre auf vier Jahre verkürzt. Am vergangenen Mittwoch wurde der Slowene Aleksander Ceferin zu Platinis Nachfolger als UEFA-Chef gekürt. Beim Kongress in Athen hatte Grindel bereits kritisiert, dass Platini dort noch eine Abschiedsrede halten durfte. Der Franzose genießt trotz seines Fehlverhaltens weiter große Unterstützung in der UEFA.

Eine Abfindungszahlung an Platini sieht Grindel kritisch. «Das gilt gerade angesichts der Tatsache, dass Platini ja aufgrund einer unberechtigten Zahlung suspendiert worden ist.» Die UEFA solle in der Angelegenheit auch einen möglichen Rechtsstreit mit Platini nicht scheuen, forderte der DFB-Boss. Grindel will im April 2017 für einen Sitz im UEFA-Exekutivkomitee kandidieren und in dem Gremium Nachfolger des ebenfalls gesperrten Ex-DFB-Chef Wolfgang Niersbach werden.

FAZ-Bericht


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