US-Olympia-Chef warnt vor «Kaltem Krieg»

Anti-Doping-Kampf
Besorgt
Larry Probst will keine «Wir-gegen-sie-Stimmung» aufkommen lassen. Foto: Andrew Gombert

Vor der Olympischen Versammlung der USA sagte Probst in Colorado Springs: «Wenn wir uns der Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen Anti-Doping-Systems annehmen, können wir nicht in eine Haltung wie im Kalten Krieg - wir gegen sie - verfallen.» Das System müsse nun rasch repariert werden. «Doping im Sport ist nicht einfach nur das Problem eines Landes. Man kann es nicht lösen, wenn man nur ein Team ins Visier nimmt», sagte er.

Probst hatte sich in der Affäre um russisches Doping hinter den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees IOC, Thomas Bach, gestellt. Unter Führung Bachs hatte das IOC einen kompletten Ausschluss des Teams Russlands von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro abgelehnt und eine Einzelfallprüfung für den Start russischer Sportler durchgesetzt.

Kurz vor den Rio-Spielen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Beweise über systematisches, staatlich gedecktes Doping in Russland bei den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi zusammengetragen. Die WADA hatte daraufhin dem IOC empfohlen, das russische Team auszuschließen. Dieser Forderung hatte sich auch der Chef der US-Anti-Doping-Agentur USADA, Travis Tygart, angeschlossen.

Probst forderte, dass die WADA mehr Ermittlungsbefugnisse bekommen und in der Lage sein müsse, Strafen zu verhängen. Auch das IOC will in den kommenden Monaten Vorschläge machen, wie Anti-Doping-Maßnahmen verschärft werden können.

Seite des Nationalen Olympischen Komitees der USA


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