Ungarns Schwimmverband-Präsident Gyarfas tritt zurück

Athleten-Protest erfolgreich
Tamas Gyarfas
Tamas Gyarfas tritt als ungarischer Schwimm-Chef ab. Foto: Martin Schutt

Der Schritt erfolgte nach monatelangen Beschwerden und Protesten ungarischer Top-Schwimmer, die dem Verbandschef einen autoritären Führungsstil und die Missachtung der Bedürfnisse der Sportler vorwarfen.

«Ich wünsche mir, dass die Vollversammlung des erfolgreichsten (ungarischen) Sportzweigs möglichst bald den geeignetsten Präsidenten wählt», schrieb Gyarfas in einer Mitteilung an die staatliche Nachrichtenagentur MTI. «Zugleich trete ich zurück, weil ich meine, dem auf diese Weise am meisten voranhelfen zu können.»

Unter den Kritikern des Verbandspräsidenten waren die dreifache Olympiasiegerin von Rio, Katinka Hosszu, und der dreimalige Weltmeister über 200 Meter Brust, Daniel Gyurta. «Am Ende geht auch die finsterste Nacht zu Ende und die Sonne geht auf!», schrieb Hosszu auf ihrer Facebook-Seite. 

Gyarfas war ursprünglich Medien-Oligarch. Er entstammt dem Business-Milieu der chaotischen Zeit nach der Wende 1989/90. Er gilt als extrem gut vernetzt, mit Verbindungen in alle politischen Lager.

Facebook-Seite von Hosszu, z.T. Engl.


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