USA am Boden: «Als hätte ich mein Land im Stich gelassen»

World Cup of Hockey
Deutlich
Sidney Crosby gewinnt mit Kanada. Foto: Helmut Fohringer

Schon im ersten Match gab es für die US-Boys gegen Leon Draisaitls Team Europa eine 0:3-Pleite. «Ich fühle mich so, als hätte ich mein Land im Stich gelassen», sagte US-Abwehrspieler Ryan Suter den Tränen nahe.

Die Mannschaft von Trainer John Tortorella gehörte zwar nicht zu den Favoriten. Doch so ein blamables Aus in der Vorrunde hatte niemand erwartet. Dementsprechend hart gingen die heimischen Medien mit dem Team um. «Falsche Spieler, fragwürdiges Coaching und schlechte Leistungen summierten sich zum großen Zusammenbruch der USA», kommentierte ESPN. NBC kritisierte: «Sie sahen nicht wie ein Team mit einem Plan aus.»

Vor allem Coach Tortorella wurde heftig kritisiert. Er hatte seiner Meinung nach die besten US-Spieler in seiner Mannschaft. «Wir haben genug trainiert und genug geredet», erklärte der Trainer der Columbus Blue Jackets. «Was für ein Gewinsel», antwortete NBC. Immerhin waren die US-Profis selbstkritisch genug. «Ich habe meine Aufgabe nicht erfüllt», erklärte NHL-Topsocrer Patrick Kane von den Chicago Blackhawks. «Wir sind alle am Boden und sind sehr enttäuscht», betonte Suter.

Im Air Canada Centre von Toronto hatte Ryan McDonagh (5. Minute) die USA gegen Kanada in Führung gebracht, doch Matt Duchene (6./13.) und Corey Perry (7.) drehten im ersten Drittel die Partie. Patrice Bergeron erhöhte nach 29 Minuten auf 4:1 und machte die Hoffnungen auf den zweiten World-Cup-Erfolg der US-Amerikaner nach 1996 überraschend früh zunichte. TJ Oshie konnte zweieinhalb Minuten vor dem Ende nur noch verkürzen. Die Entscheidung über den Gruppensieg fällt am Mittwoch (Ortszeit) im Spiel Kanada gegen Team Europa.

Bericht ESPN

Bericht NBC

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