VfB Stuttgart

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Das Logo des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart. Foto:

Durch den Rücktritt von Jos Luhukay nach nur vier Spieltagen musste der VfB zügig einen Nachfolger finden und ist im 35 Jahre alten Hannes Wolf fündig geworden, der nach drei deutschen Meisterschaften mit Jugendteams seines bisherigen Arbeitgebers Borussia Dortmund an seiner eigenen Erfolgsgeschichte weiterschreiben will. «Wir haben einen Kader, mit dem du richtig was erreichen kannst», erklärte der Vater zweier Töchter vor seinem Debüt als Profi-Coach und deutet auch gleich seine Linie an: «Wenn wir den ganzen Tag hier rumlaufen und sagen aufsteigen, aufsteigen, aufsteigen, dann wird uns das nicht helfen. Es geht um die tägliche Arbeit.»

Jan Schindelmeiser zeigt sich vom Neuen sehr angetan: «Ich habe schon nach den ersten 15 Minuten das Gefühl gehabt, dass das richtig zusammen passt und dass da was wachsen kann», berichtete VfB-Sportvorstand von der ersten Ansprache seiner überraschenden Nachfolgelösung, «Grundsätzlich ist das auch Ausdruck unserer Strategie für die nächsten Jahre.»

Der Star: Christian Gentner

Der erfahrene Kapitän ist genau der richtige Spielertyp, den der VfB jetzt braucht. In der brenzligen Nach-Abstiegssaison ist die Stabilität und das Kämpferherz von Christian Gentner besonders wichtig. Der junge Kader braucht Zeit, um sich das abzuschauen. Da ist der ehemaliger Nationalspieler eine hervorragende Orientierung. An seiner Arbeitseinstellung, Loyalität und realistischem Urteilsvermögen kann das gesamte Team wachsen. «Wir sind nicht der FC Bayern der Zweiten Liga, diese Qualität haben wir noch nicht.»

Das Ziel: Wiederaufstieg?

Offiziell ist die direkte Rückkehr in die Bundesliga für Jan Schindelmeiser aktuell kein Thema. Bei seinem Amtsantritt vermied es der neue Sportvorstand in Stuttgart, überhöhte Erwartungen zu schüren. «Ich will nicht als Ankündigungs- Weltmeister in die Geschichte eingehen», betonte er. Den treuen Fans das zu vermitteln wird schwer. Seit dem verpassten Klassenerhalt stieg die Mitgliederzahl weiter an. «Ich will nicht auf die Euphoriebremse treten, aber wir haben im Moment noch nicht die Mannschaft, der man dieses Ziel in den Rucksack legen kann. Wir würden sie mit dem Ziel Bundesliga überfordern», betont Schindelmeiser.

Die Mannschaft: Neuaufbau

Trainer neu, Leistungsträger weg und und viele Talente in den Reihen. Der VfB muss sich weitgehend neu definieren. Nicht nur im Verein, sondern auch auf dem Platz. Dem Nachfolger des glücklosen Robin Dutt schwebt «eine Kombination aus jungen, hochtalentierten Spielern und dem ein oder anderen erfahrenen Profi» vor, sagt Schindelmeiser. Für namhafte Profis wie Filip Kostic, Martin Harnik und Daniel Didavi gingen. Mit Zweitligaerfahrung kamen Simon Terodde und Jean Zimmer.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Mitchell Langerak, 13 Jens Grahl, 32 Benjamin Uphoff

Abwehr: 2 Emiliano Insúa, 4 Toni Sunjic, 5 Timo Baumgartl, 6 Jean Zimmer, 14 Philip Heise, 16 Florian Klein, 19 Kevin Großkreutz, 25 Matthias Zimmermann, 35 Marcin Kaminski, 41 Stephen Sama

Mittelfeld: 7 Hajime Hosogai, 8 Anto Grgic, 10 Alexandru Maxim, 17 Tobias Werner, 20 Christian Gentner, 23 Max Besuschkow, 27 Mart Ristl, 28 Marvin Wanitzek

Angriff: 9 Simon Terodde, 11 Takuma Asano, 15 Carlos Mané, 33 Daniel Ginczek, 34 Borys Tschchy

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: September 2016)


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