Leopold König kehrt ins Bora-Team zurück

Profi-Radsport
Topfahrer
Der Tscheche Leopold König verstärkt das Bora-Team. Foto: Alejandro Ernesto

«Wir haben sehr gute Chancen. Wir bewerben uns mit dem neuen Team aus Bahrain und Dimension Data um zwei freie Plätze», sagte Denk am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Eliteliga wird ab 2017 nur noch 17 anstatt wie bisher 18 Mannschaften umfassen.

Der «Bora-Lehrling» König kehrt nach zwei Jahren in der britischen Supermannschaft Sky in das Team von Denk zurück und erweitert den Kreis der Topfahrer. Der 28 Jahre alte Tscheche soll für Bora in der kommenden Saison als Kapitän in die in Düsseldorf startende Tour de France gehen, teilte die Mannschaft aus Raubling mit.

Das Denk-Team hatte sich zuvor die Dienste von Welt- und Europameister Peter Sagan (Slowakei) und des zweimaligen Tour-Bergkönigs Rafal Majka (Polen) gesichert. «Nach der WM im Oktober geben wir noch die Namen zweier neuer Sportlicher Leiter bekannt. Es kommen auch noch weitere Fahrer», erklärte der Bora-Chef. Zu den möglichen Neuankömmlingen könnte Ex-Telekom-Profi Rolf Aldag gehören, wenn das von ihm geleitete Dimension-Data-Team aus Südafrika den WorldTour-Status nicht mehr halten könnte. «Die WorldTour-Bewerbung steht auf vier Säulen, der sportlichen, der finanziellen, der ethischen und der organisatorischen», erklärte Denk, der mit seinen neuen Sponsoren, «hansgrohe» aus dem Sanitärbereich und «Specialized» aus der Radsportbranche, in neue finanzielle Dimensionen vorstößt.

Das zukünftige Bora-hansgrohe-Team dürfte über einen geschätzten Saisonetat von über 15 Millionen Euro verfügen und kann im Konzert der Großen mit Sky (Toursieger Chris Froome), Astana (Ex-Vueltasieger Fabio Aru) und Trek-Segafredo (Alberto Contador und John Degenkolb) mitspielen. Denk stapelt aber tief: «Wir liegen so im Mittelfeld».

Königs Lehrzeit soll 2017 vorbei sein. «Für mich fühlt es sich an wie 'nach Hause kommen'. In den letzten beiden Jahren bei Sky habe ich viel gelernt, und ich bin für diese Erfahrung sehr dankbar. Nun fühle ich mich bereit, für unsere großen Ziele in den nächsten Jahren alles zu geben», wurde der Tscheche, der beim Giro d'Italia im Vorjahr auf Rang sechs gefahren war, in einer Pressemitteilung seiner neuen Mannschaft zitiert.

Team-Mitteilung


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