Böhmische Blasmusik begeistert

KONZERT Musikverein Gladenbach interpretiert das Original ganz modern
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Schon beim Musikstück "Blasmusik klingt so" sprang der Funke über, und die Konzertgäste im voll besetzten Dautpher Bürgerhaus klatschten begeistert im Rhythmus mit. Michael Werner, seit 2009 musikalischer Leiter des Musikvereins Gladenbach, übernahm auch die Moderation der Veranstaltung.

Zwischen den einzelnen Musikstücken stellte Werner die Biografie von Ernst Mosch vor. So erfuhren die Zuhörer, dass Mosch am 7. November 1925 in Zwodau bei Falkenau geboren wurde und schon im Alter von acht Jahren im Falkenauer Jugendblasorchester das Flügelhorn spielte. Oder dass Mosch bereits 1956 Hits wie die "Fuchsgraben-Polka" und den Walzer "Rauschende Birken" hervorbrachte.

Wenn man heute Ausschau nach einem Nachfolger für die "Original Egerländer Musikanten" halten würde, die Amateur-Musiker aus Gladenbach hätten gute Chancen hier einen guten Platz zu erreichen. Das Orchester lebt und interpretiert eindrucksvoll die Musikstücke des Altmeisters. Musikstücke "Heimatbilder", der Walzer "Ich tanz so gerne mit Dir" und die dynamische Polka "Der Herzensbrecher" wurden mit "Klasse-" und "Bravo-"Rufen vom Publikum quittiert. Die Musiker brillierten unter anderem mit dem "Andulka-Marsch" sowie der "Schorschi- und Hartenberger-Polka".

Neben sehr bekannten Titeln interpretierte der Musikverein mit "Die fidelen Sechziger" ein neues und weniger bekanntes Stück, das extra für die Konzertgäste in Dautphe eingeübt worden war.

Die Musik Moschs zeichnet sich durch einen swingenden und sehr präzisen Rhythmus, weiche Melodien, spielerische Verzierungen und rhythmisch anspruchsvolle Stücke aus. Jedes Instrument spielt seinen eigenen Part, das Zusammenspiel ergibt ein vielschichtiges Klangbild.

Dirigent Michael Werner hat der Musik von Ernst Mosch einen "heutigen Klang" verliehen, in dem sogar Saxophone eine Rolle spielen, die bei Mosch nicht üblich waren.

"Musik hat für mich nur dann Sinn, wenn sie absolut interpretiert wird", zitierte Michael Werner Ernst Mosch, und diesem Ausspruch könne er sich nur anschließen, erklärte der Dirigent.

n Dem Publikum gefällt's: "Die spielen nicht einfach eine Polka nach der anderen"

Beim Publikum kam das Konzept gut an: "Die spielen nicht einfach eine Polka nach der anderen", sagte ein Zuhörer mit Blick auf das Repertoire der Gladenbacher Musiker.

Mit einem der bekanntesten Stücke Moschs, dem "Böhmischen Wind", ging das Konzert seinem Ende zu. Den Ausklang machte das Stück "Bis bald, Auf Wiedersehen" und ein Potpourri mit bekannten Melodien Moschs.

Mit langanhaltendem Beifall dankten die Konzertbesucher den Musikern für den gelungenen Abend.


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