Die Rettung oder der Tod auf Raten?

VON VOLKMAR SCHÄFER

Zwar versprühte der bemühte, anhand der nackten Zahlen und Fakten aber sichtlich überforderte Nachfolger von Christoph Syring auf der eilends einberufenen Pressekonferenz kurz nach Weihnachten Zweckoptimismus. Doch der Insolvenzantrag, den Schelberg und die GISPO GmbH, die Trägergesellschaft des dienstältesten Basketball-Bundesligisten, wenige Tage zuvor - vielleicht etwas zu voreilig - gestellt hatten, schien das Ende einer langen Ära einzuläuten. 360 000 Euro binnen weniger Wochen aufzubringen, ist kein Pappenstiel. Mit der kämpfenden, aber erfolglosen Mannschaft war und ist kein Staat zu machen bei möglichen Sponsoren. Die Fans, die auf ein extra eingerichtetes Konto spenden konnten, alleine dürften den Kohl auch nicht fett gemacht haben. Es sieht nach einer Gesamtleistung - mit Schelberg und Co. an der Spitze - aus. Nach einer Bündelung aller Kräfte, die die bevorstehende Rettung ermöglicht haben könnten.

Es grenzt an eine Sensation, dass es wohl doch eine kurzfristige Zukunft des Gießener Erstliga-Basketballs gibt. Bis zum Sommer. Dann werden die Karten neu gemischt, ob es in der ProA, in einer anderen Liga oder im "worst case" gar nicht weitergeht. Von einem "Tod auf Raten" war auf der Facebook-Seite des Clubs gestern zu lesen. Denn eine vierte Wildcard nach 2004, 2009 und 2012 ist ausgeschlossen. Wunder gibt es für die Gießen 46ers nicht immer wieder.


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