Double-Fall klärt sich schriftlich

Anwaltskosten zahlen, oder nicht??

In dem erstinstanzlichen Zivilverfahren im Landgericht Siegen einigten sich die Parteien darauf, dass die Beklagten, ein Gastwirtspaar aus dem sauerländischen Wenden, an die 28-jährige Schlagersängerin einen dreistelligen Schadensersatz zahlen sowie die Kosten für Rechtsanwalts- und Gerichtskosten zu tragen.

Gegen Letzteres legte das Paar aber schließlich Berufung ein. Hier erzielten die Beteiligten keine Einigung. Nun soll das Gericht im Rahmen eines schriftlichen Verfahrens entscheiden, ob das Paar die Anwaltskosten von Helene Fischer tragen muss oder nicht. Mündliche Verhandlungen gibt es dabei nicht. Die Entscheidung wird am 6. Mai bekanntgegeben. Es besteht keine Anwesenheitspflicht der Parteien oder Anwälte. Der Verhandlungstermin vom 13. Mai ist damit hinfällig.

Helene Fischer hatte gegen den Auftritt eines zum Verwechseln ähnlichen Doubles geklagt. Im Sommer 2011 hatte das Wendener Wirtspaar zur "Schlagernacht mit Helene-Fischer- Double" eingeladen. Es hatte Anni Perka engagiert, eine professionelle Doppelgängerin der Sängerin. Einen Auftritt der echten Helene Fischer konnte sich das Gastwirte-Ehepaar nicht leisten.

Die echte Helene Fischer verklagte daraufhin die Veranstalter der Schlagernacht wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte. Begründung: Es handele sich um eine exakte Nachahmung, durch die höhere Eintrittsgelder erzielt werden sollten.


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