Drei Tote bei Bombenanschlag in Kolumbien

Explosion im Einkaufszentrum
Centro Andino
Feuerwehrleute stehen vor dem Einkaufszentrum Centro Andino. Foto: Ricardo Mazalan
Santos am Anschlagsort
Juan Manuel Santos, Präsident von Kolumbien, kommt zu dem Anschlagsort. Foto: Especial/NOTIMEX
In Bogota
Das Einkaufszentrum Centro Andino in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Foto: Ricardo Mazalan
Polizisten
Polizisten stehen vor dem Ort des Anschlags: Drei Frauen wurden getötet, es gab viele Verletzte. Foto: Ricardo Mazalan
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Bürgermeister Enrique Peñalosa sprach von einem «feigen Terroranschlag im Centro Andino». Nach offiziellen Angaben kam es am Samstagabend (Ortszeit) in einer Frauentoilette zu einer Explosion - auf Videoaufnahmen war ein Mann zu sehen, der kurz zuvor aus der Toilette kam. Nach Angaben der Zeitung «El Tiempo» ist eine Hypothese, dass eine neue linke Terrorgruppe, das sogenannte Movimiento Revolucionario Popular (MRP), dahinter stecken könnte.

Eine der Toten ist den Behörden zufolge eine 23 Jahre alte Französin, die in Bogotá gerade einen Freiwilligendienst in einem Armenviertel absolvierte. Sie war mit ihrer Mutter im Centro Andino, die verletzt wurde. Bei den anderen Todesopfern handelt es sich um zwei Kolumbianerinnen im Alter von 27 und 31 Jahren, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

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Das Einkaufszentrum im Norden Bogotás ist das bekannteste der Stadt. Es beherbergt Dutzende Geschäfte mit westlichen Marken, Restaurants und Kinos und ist bei der Ober- und Mittelschicht beliebt. Wegen des «Día de Padre» (Vatertag) am Sonntag war es sehr gut besucht.

Präsident Juan Manuel Santos verurteilte den Anschlag. Mit Blick auf den laufenden Friedensprozess mit linken Rebellen sagte der Friedensnobelpreisträger: «Diejenigen, die das Fest des Friedens verderben wollen, werden keinen Erfolg haben. Wir werden sie verfolgen.»

Zuletzt hatte es im Februar in Bogotá einen Anschlag gegeben. Bei der Attacke wurden 21 Polizisten und zehn weitere Personen verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich eine Zelle der ELN. Die linken Rebellen sind jedoch nicht für Anschläge wie jetzt in dem Einkaufszentrum bekannt, die nur auf Zivilisten zielen.


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