G8 hat Arbeit erschwert

JUGENDWEHREN Delegierte des Altkreises begrüßen Wahlfreiheit
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Mit der Floriansmedaille der Feuerwehr wurde Timo Gröf (2. v. r.) geehrt. Die Auszeichnung überreichten (v. l.) Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell, Vize-Landesjugendfeuerwehrwarter Michael Kittel und Michael Stroh. (Foto: privat)

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Zum Jahresende waren 700 Jugendliche, davon 152 Mädchen, in den 65 Jugendfeuerwehren des Altkreises Wetzlar aktiv. Das sind 21 weniger als im Vorjahr. 134 Neuaufnahmen standen 49 Übernahmen in die Einsatzabteilung und 106 Austritte gegenüber.

Während die Mitgliederzahlen in den vergangenen fünf Jahren um jährlich fünf Prozent zurückgingen, belief sich der Rückgang im vergangenen Jahr auf drei Prozent. Deutlicher verringerte sich die Zahl der Jugendwarte und Betreuer, um 38 auf 162. Die Einführung der verkürzten Gymnasialzeit G8 habe ehrenamtliches Engagement der Jugendlichen erschwert, so die Analyse. Mit Einführung der Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sei somit für eine erste Entlastung gesorgt. Gleichwohl müssten Kommunen und Politik die Rahmenbedingungen für eine aktive Mitgliederwerbung der Feuerwehren an den Schulen verbessern. "Eine Ausweitung unseres Angebots während der Schulzeiten ist mit ehrenamtlichem Personal nicht zu leisten", sagte Stroh. Zugleich kritisierte er die Schließung des Ferienlagers Lenste: "Hier wird am falschen Ende, auf Kosten nachfolgender Generationen gespart."

n Negativtrend bei Mitgliederzahl verlangsamt, aber die Betreuer fehlen

Der Erste Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber (Grüne) begründete die Schließung mit den Schutzschirm-Auflagen des Landes. "Wir haben uns mit der Entscheidung keine Freunde gemacht, werden Ihnen zukünftig aber Vergleichbares anbieten", sagte Schreiber.

Zuvor hatten neben Schreiber Leuns Bürgermeister Joachim Heller (SPD), die Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (CDU) und Dr. Matthias Büger (FDP) sowie Kreisbrandinspektor Rupert Heege, Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell, Feuerwehrverbandsvorsitzender Friedel Mehlmann und der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Michael Kittel Grußworte an die Versammlung gerichtet.

Rathauschef Heller blickte dabei auf seine Zeit als Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Stockhausen zurück. Schreiber zog für die Feuerwehren einen Vergleich mit dem FC Barcelona, der seinen Nachwuchs ebenfalls erfolgreich aus den eigenen Reihen rekrutiere.

Mit der Florianmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Bronze ehrte der Verband Timo Gröf (Ehringshausen-Niederlemp) ür seine Verdienste um die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Aktivitäten von 2012 waren durch den Hessentag in Wetzlar geprägt. Auf dem "Platz der Hilfsorganisationen" haben die Jugendfeuerwehren mit dem Nachwuchs von THW, Rotem Kreuz, Maltesern und DLRG ihr Programm präsentiert. Unter dem Motto "Wir sind die Zukunft der Feuerwehren in Hessen" entwarfen Jugendfeuerwehren auch einen Wagen für den Festzug.

Zum Wandertag in Leun-Biskirchen schnürten 260 Jugendliche die Schuhe. Bei Wettbewerben errangen 152 Jugendliche mit der Leistungsspange die höchste Auszeichnung der Nachwuchswehr. 126 Mal wurde die Jugendflamme im Feuerwehrverband verliehen.

In seinem Ausblick ging Stroh auf die kommenden Veranstaltungen ein. Das Verbandszeltlager ist für den 14. bis 16. Juni in Oberbiel geplant. Zum Wandertag treffen sich die Jugendfeuerwehren am 3. Oktober in Allendorf. Das Großzeltlager der Hilfsorganisationen soll vom 18. bis 22. Juni 2014 am Aartalsee stattfinden.


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