Gebäude werfen Gewinn ab

BAUGENOSSENSCHAFT Dividende liegt bei vier Prozent / Modernisierung geht weiter

Von der Stadt Biedenkopf hat die Wohnungsbaugenossenschaft das Alte Rathaus mit seinen sieben Wohnungen bei der Kirche gepachtet. (Foto: Kamm)

Zu der Mitgliederversammlung im Gasthof Röttig in Breidenbach begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Willi Schmidt mehr als 30 Mitglieder. Schmidt stellte die hervorragende Finanzlage der Genossenschaft heraus, die über 50 Prozent Eigenkapital verfüge.

Ziel sei es auch weiterhin, preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Das diene auch den Städten und Gemeinden. "Wir stellen Wohnraum zur Verfügung, damit die Industrie sich ansiedeln kann", so Schmidt.

n Gemeinnützige Genossenschaft steckt 1,3 Millionen Euro in ihre Gebäude

Für das seniorengerechte Wohnen räumte der Aufsichtsratsvorsitzende Nachholbedarf ein. Gleichzeitig stellte er heraus, dass die Genossenschaft schon vor Jahren mit Weitblick gehandelt und behindertengerechte Wohnungen in Biedenkopf geschaffen habe, die sogar aus den Nachbarkreisen Marburg und Frankenberg nachgefragt würden.

Vorstandsmitglied Norbert Wunderlich ging in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2012 auf die umfangreichen Investitionen mit einer Gesamtsumme von 1,35 Millionen Euro ein. So seien zum Beispiel in Breidenbach in 46 Wohnungen die Nachspeicherheizungen durch Gasbrennwertheizungen ersetzt sowie Fassaden- und Geschossdecken gedämmt worden. Die Gesamtsumme der Modernisierungsarbeiten betrug 433 000 Euro und die der Instandhaltungsarbeiten 918 000 Euro.

Zum 31. Dezember 2012 besaß die Genossenschaft 493 Wohnungen, 95 Garagen, drei Altentagesstätten und die Geschäftsstelle. Mit der Stadt Biedenkopf besteht ein Pachtvertrag über das Alte Rathaus ("Bei der Kirche 14) mit sieben Wohnungen.

Die Nachfrage nach Wohnungen der Baugenossenschaft sei unverändert hoch. Leerstände seien modernisierungsbedingt und durch Mieterwechsel kurzfristig zu verzeichnen gewesen, sagte Wunderlich, der ausführte, dass für bestimmte Seniorwohnungen derzeit eine zwölfmonatige Wartezeit bestehe.

Das Vermögen ist im vergangenen Jahr um 140 234,07 Euro gewachsen, sodass sich das Reinvermögen zum 31. Dezember auf 6 328 353,78 Euro belief. Dies stellt einen relativen Anteil am Gesamtkapital von 53,13 Prozent dar. Das Geschäftsjahr der Genossenschaft wurde mit einem Jahresüberschuss von 195 564,39 Euro abgeschlossen.   Der im Jahre 2011 ermittelte Instandhaltungsbedarf werde auch in den kommenden Jahren kontinuierlich abgebaut, wobei die energetische Sanierung größte Priorität genieße. Bis zum kommenden Jahr soll der Ausbau der Nachtspeicherheizungen in 150 Wohnungen abgeschlossen sein. Laut Wirtschaftsplan werde für dieses Jahr ein positives Ergebnis erwartet.


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