Kaninchen will's nicht wechselhaft

RATGEBER Auch Haustiere müssen vor Kälte geschützt werden /Tipps vom Kreis

Wolfgang Hofmann, Tierschutz-Dezernent des Kreises, gibt einige Tipps:

n "Schneefressen verursacht bei Hunden häufig blutige Magen-Darm-Entzündungen. Deshalb sollte man es unterbinden und die Vierbeiner nicht noch durch Schneeballwerfen dazu animieren.

n Streusalz und Split in großen Mengen greifen die Hundepfoten an. Hier helfen ein Fußbad nach dem "Gassi gehen" und gegebenenfalls Pflegeprodukte, die das Austrocknen der Ballen und Risse verhindern. Wenn bereits Verletzungen oder Entzündungen bestehen oder auch zur Vorbeugung bei empfindlichen Pfoten leisten Pfotenschuhe gute Dienste.

n Kurzhaarige Hunde frieren deutlich schneller als ihre langhaarigen Artgenossen und müssen bei Kälte immer in Bewegung bleiben. Das gilt für alle Tiere, wenn sie nass sind, da ihr Körper dann mehr Wärme abgibt.

n Eine bisher als reiner "Stubentiger" gehaltene Katze darf im Winter nicht plötzlich zum ganztägigen Freigänger erklärt werden, wenn kein warmes Plätzchen oder eine Katzenklappe ins Haus vorhanden ist.

n Ein kurzes Hupen vor dem Start eines noch warmen Autos hilft, Katzen aus dem Motorraum zu vertreiben, die sich hier aufwärmen wollen. n Frostschutzmittel, die Äthylenglykol enthalten, werden von Haustieren wegen des süßen Geschmacks gerne aufgenommen und führen zu einer meist tödlichen Vergiftung. Bitte sicher verwahren!

n Das Kaninchenfell bietet eine gute Isolation, so dass die "Mümmelmänner" in einem wind- und wettergeschützten Stall mit Unterschlupf gut den Winter draußen verbringen können. Zur Ausbildung eines entsprechend dicken Felles müssen sie aber während des Übergangs der Jahreszeiten draußen leben. Plötzliche große Temperaturschwankungen - im Winter zum Streicheln in die warme Wohnung und dann wieder in die Kälte - vertragen solche "Freilandkaninchen" nicht.

n Für Meerschweinchen ist Vitamin C (Ascorbinsäure) lebensnotwendig. Im Winter steht kein frisches Grünfutter zur Verfügung und der Vitamin-C-Gehalt von Obst und Gemüse kann lagerungsbedingt niedrig sein. Zur Sicherstellung der Versorgung gibt man in 100 Milliliter Trinkwasser 20 bis 50 Milligramm Ascorbinsäure und als Stabilisator 100 Milligramm Zitronensäure (täglich frisch ansetzen, keine Metallgefäße verwenden).

n Atemwegs- und Hauterkrankungen (trockene Haut, Juckreiz) können sich verschlimmern, wenn sich die Tiere überwiegend in gut geheizten Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit aufhalten. Abhilfe schaffen Luftbefeuchter und regelmäßiges Lüften."

n Für weitere Fragen steht die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Sitz in Herborn unter & (0 27 71) 4 07 77 11 zur Verfügung.


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