Kein Grund zur Panik wegen Virus

Der 79-Jährige Medizin-Professor hat mit Kollegen am Hygiene-Institut Marburg und am Tropeninstitut Hamburg 1967 den bis dahin unbekannten Erreger entdeckt. Das Virus führt zu einem hämorragischen Fieber, das ähnlich wie Ebola zu Blutungen führt und in bis zu 83 Prozent der Fälle tödlich für Infizierte verläuft. Derzeit gibt es - neben dem bisherigen massenhaften Ausbruch von Ebola in Westafrika - Krankheitsfälle von Marburg-Fieber in Uganda.

Eine Gefahr, dass die Krankheit zu einer Bedrohung in Deutschland wird, sieht der Mediziner im Gespräch mit dieser Zeitung nicht. "Prinzipiell sind wir gut vorbereitet", sagt Werner Slenczka. Probleme gebe es bei der Bekämpfung einer Epidemie in Afrika aufgrund der schlechten medizinischen Versorgungslage.

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Ein bereits vorhandener Impfstoff gegen das Marburg-Virus könnte mittlerweile eine Hoffnung im Kampf gegen die Krankheit sein. So sei in Kanada ein Impfstoff entwickelt worden, der allerdings noch nicht für Menschen zugelassen ist. "Angesichts der derzeitigen Entwicklung scheint die Immunisierung der Ärzte und Pfleger in Afrika durchaus eine Möglichkeit zu sein" sagt Slenzczka.

- Hessen S. 5


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