Kleine Fraktionen ohne Favoriten

LANDRATSWAHL Freie Wähler und FDP geben keine Empfehlung für Urnengang

Angelika Aschenbrenner.

Acht politische Parteien und Gruppierungen sind im Kreistag vertreten, SPD, CDU, Grüne, Linke und Piratenpartei stellen eigene Kandidaten für die Landratswahl. Freie Wähler und FDP haben keinen Kandidaten nominiert. Auch die Republikaner nicht, die mit Manfred Thierau (2. v. re.) einen Abgeordneten im Kreistag haben und ansonsten im Landkreis nur noch im Stadtallendorfer Stadtparlament vertreten sind.

Jürgen Reitz.

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"Wir sind mit zwei Parteien in einer Koalition, und beide haben einen Kandidaten für die Wahl nominiert", sagt Freie-Wähler-Fraktionschef Jürgen Reitz (Breidenbach). Eine Wahlempfehlung der FW für den einen oder anderen Bewerber verbietet sich da von selbst, sagt Reitz. Und eine Empfehlung außerhalb der Schwarz-Grün-FW-Kreiskoalition wird es ohnehin nicht geben.

n Neutralität gilt zunächst nur bis zum ersten Wahlgang am 8. September

Dass der Dautphetaler Bürgermeister und FW-Kreistagsabgeordnete Bernd Schmidt mit seinem parteilosen Amtskollegen Volker Carle (Cölbe) schon vor Wochen gemeinsam mit Karsten McGovern auf dessen Grüner Wahlveranstaltung saß, ändert daran nichts. Und auch nicht die Kandidatur des parteilosen Bürgermeister Kai-Uwe Spanka aus Wetter, der das politische Selbstverständnis der Freien Wähler im Kandidatenkarussell eigentlich am besten repräsentiert. "Wir geben keine Wahlempfehlung ab", bekräftigt Jürgen Reitz die Haltung der FW auf Nachfrage.

Die gilt zunächst bis zum ersten Wahlgang am 8. September. "Bei einer Stichwahl muss man weiter sehen", sagt Reitz. Kommt einer der beiden Koalitionskandidaten in die zweite Runde, steht die FW auf dessen Seite. Sind Marian Zachow (CDU) und Karsten McGovern (Grüne) weiter, werden die Freien Wähler sich wohl weiter unentschieden verhalten. Und wenn weder CDU noch Grüne den ersten Wahlgang überstehen, die Bürger stattdessen die Wahl zwischen Kirsten Fründt (SPD), Kai-Uwe Spanka, Anna Hofmann (Linke) oder gar dem Außenseiter Jens Fricke (Piratenpartei) haben? Was empfiehlt die FW dann? "Das kann ich jetzt noch nicht sagen", erklärt Jürgen Reitz.

Und die FDP? Hat sie einen Favoriten unter den Kandidaten, einen oder eine, den oder die sie als Nachfolger von Robert Fischbach haben will und ihren Wählern deshalb besonders ans Herz legt? "Nein", sagt Angelika Aschenbrenner, Vorsitzende der zweiköpfigen FDP-Fraktion, kurz und bestimmt, "wir geben keine Wahlempfehlung ab".

Auch die Republikaner, die einen Sitz im Kreistag haben und im Landkreis sonst nur noch im Stadtparlament Stadtallendorf vertreten sind, bewerben sich nicht. Dafür aber Mirco Rosenberger von der Anarchistischen Pogo-Partei. Dass er keine Chance hat, davon kann man wohl ausgehen.


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