Volksbank wirtschaftete gut

GENOSSENSCHAFT Mitglieder bekommen sieben Prozent Dividende
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Dr. Peter Hanker steht voll und ganz zum Euro.

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Das laufende Jahr 2013 weise "gute Perspektiven in einem Wettbewerb auf, der hart und scharf ist und bleiben wird". Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker und Aufsichtsratsvorsitzender Professor Dr. Hubert Jung zeigten sich einerseits "stolz auf die Bilanz", um von dieser Basis aus optimistisch und zugleich mit Vorsicht in die Zukunft zu schauen.

Wachstum und stabile Erträge brachte das Geschäftsjahr 2012 für die mit über 184 000 Teilhabern mitgliederstärkste Volksbank Deutschlands. Nach der Bilanzsumme ist die Volksbank Mittelhessen nach Berlin und Frankfurt die drittgrößte im Bundesgebiet.

Stolze sieben Prozent beträgt die Dividende für die Mitglieder. Durch ein Wachstum von 6,6 Prozent oder 392 Millionen Euro überstieg die Bilanzsumme der Voba Mittelhessen erstmals die Sechs-Milliarden-Euro-Grenze.

Das Kreditvolumen erhöhte sich kräftig um 6,3 Prozent auf 3,72 Milliarden, wobei 55 Prozent des Kreditvolumens auf das Firmenkunden- und 45 Prozent auf das Privatkundengeschäft entfallen.

Auch das Einlagengeschäft war von Wachstum (6,5 Prozent) geprägt. Insgesamt vertrauen die Kunden der Voba 5,34 Milliarden Euro an.

n Die Volksbank konnte ihr eigenes Geldpolster gut auffüllen

Das Polster der Bank wurde ebenfalls dicker: Im Berichtsjahr 2012 konnte die Volksbank ihre Eigenkapitalbasis um weitere 32 auf nun 560 Millionen Euro stärken, laut Hanker "hartes, aus versteuerten Gewinnen erzieltes und im Blick auf die verschärften Anforderungen von Basel III gut aufgestelltes Eigenkapital". Dieses soll aber von derzeit neun Prozent laut Hanker in absehbarer Zukunft auf 10,5 Prozent gesteigert werden.

Aus Zinsen erwirtschaftete die Bank trotz eines historisch niedrigen Zinsniveaus - "schlecht für die Sparer, gut für die Kreditnehmer" - 137 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss beläuft sich auf 50 Millionen.

Die Verwaltungskosten stiegen leicht auf 139 Millionen Euro, also knapp zwei Prozent der Bilanzsumme. Darin blieben die Personalkosten mit 73,5 Millionen Euro konstant. Die Volksbank Mittelhessen beschäftigt knapp 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter aktuell 82 Auszubildende, eine Zahl, die ab dem kommenden Ausbildungsjahr auf 100 steigen soll.

Das Betriebsergebnis der Bank lag bei 70 Millionen Euro, davon wurden knapp 30 Millionen an Steuern gezahlt, darin acht Millionen, die als Gewerbesteuern direkt an die Kommunen fließen.

Alle Gewinne, die nicht in Form der Dividende an die Anteilseigner fließen, stärken die unterschiedlichen Rücklagen der Bank; beispielsweise flossen 25 Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützte die Volksbank in bisher nie erreichter Höhe soziale und gemeinnützige Vereine und Initiativen in der Region.

Im Blick auf die "große Lage" stellte Peter Hanker fest, dass die Staatsschuldenkrise zu Recht diesen Namen trage. Denn die Krise liege nicht am Euro, sondern insbesondere am Finanzgebaren der Staaten. "Der Euro ist eine stabile Währung", so Hanker unmissverständlich. Wer anderes behaupte und damit bestimmte Ziele verfolge, "zündelt an einer sehr gefährlichen Stelle".

Die Aufsichtsratsmitglieder Hubert Jung (Buseck) und Frank Sommerlad (Wettenberg), beide seit 2007 in diesem Gremium, wurden für jeweils drei weitere Jahre wiedergewählt.

Und schließlich dankten Aufsichtsratsvorsitzender Jung sowie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Verbandsdirektor Horst Kessel (Neu Isenburg) dem Vorstandmitglied der Volksbank Mittelhessen, Volker Remmele, für dessen 47 Dienstjahre im genossenschaftlichen Bankwesen, davon 30 Jahre in Vorstandstätigkeit. Remmele geht Ende Juni in den Ruhstand. Die Vertreterversammlung applaudierte Remmele stehend.


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