Woolrec erzwingt Aufschub mit Klage

Woolit-Berge bleiben noch drei Wochen in Olfen
Die Woolit-Berge (links) in Olfen müssen weg. Nur wann? Jetzt sind die Gießener Verwaltungsrichter am Zug.(Foto: privat)

Woolrec argumentiert, die Maßnahme bringe die Firma an wirtschaftliche Grenzen und hat deshalb im Eilverfahren Klage vor dem Verwaltungsgericht Gießen eingelegt. Die Richter haben vorläufig zumindest so viel entschieden, als dass das RP bis 21. September nicht vollstrecken darf. "Uns sind damit die Hände gebunden", erklärte RP-Sprecherin Gabriele Fischer. Eigentlich hätte die Behörde nächste Woche eine Fremdfirma mit dem Abtransport beauftragt. Die neue Entwicklung nannte Fischer "ärgerlich". Das einzig Positive sei, dass rund um das Ziegeleigelände keine Gesundheitsgefahr für Menschen bestehe. Das hatte kürzlich eine durch die Bezirksregierung Münster in veranlasste Luftuntersuchung ergeben.

Am Ende Problem für Steuerzahler?

Ärgerlich nannte den erneuten Aufschub auch die Sprecherin der Bezirksregierung, Sigrun Rittrich. Sie sagte, der Ball liege nun beim RP Gießen, dass die Auflagen gemacht habe und nun für das weitere Vorgehen verantwortlich sei.

Klar ist, dass das RP beziehungsweise der Steuerzahler ein Problem bekommt, falls Woolrec tatsächlich über den Woolit-Abtransport in die Insolvenz rutschen würde. Denn dann blieben die Kosten für die Fremdfirma vermutlich an der Allgemeinheit hängen.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2012
Mehr zum Thema
Kommentare (0)
Mehr aus Politik und Zeitgeschehen: Nachrichten