Bob Geldof gibt Auszeichnung zurück

Protest gegen Suu Kyi
Bob Geldof
Bob Geldof auf dem Weg zum Rathaus in Dublin. Foto: Tom Hanon

Die Auszeichnung entspricht in etwa einer Ehrenbürgerschaft. Der Mitbegründer der Boomtown Rats und Initiator von Projekten wie Live Aid engagiert sich seit Jahrzehnten für Arme und Verfolgte.

Er sei zwar stolz darauf, Dubliner zu sein, wolle aber nicht den gleichen Titel tragen wie Suu Kyi. Die Assoziation der Friedensnobelpreisträgerin mit der irischen Hauptstadt «beschämt uns alle». Sie habe sich zur «Dienerin des Genozids» gemacht.

Als er die Auszeichnung in der Stadtverwaltung am Montag zurückgab, unterhielt sich Geldof noch mit den Angestellten dort. «Dublin sollte nichts mit diesem Krieg zu tun haben», betonte der Polit-Aktivist und Musiker («I Don't Like Mondays»).

Wegen der Gewalt gegen die Rohingya steht die Regierung von Suu Kyi massiv in der Kritik. Seit August sind mehr als 600 000 Rohingya aus Myanmar geflohen. Viele von ihnen hatten UN-Ermittlern von Gewalttaten durch das Militär berichtet, darunter Massentötungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen. Suu Kyi war international dafür kritisiert worden, das Militär gewähren zu lassen.


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