21-Jähriger gesteht Missbrauch von Kindern

GERICHT Zu drei Jahren Haftstrafe verurteilt

Wegen seiner Unreife wurde das abgemilderte Jugendstrafrecht angewandt. Das Strafmaß entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. In der wegen des Opferschutzes mit Ausnahme des Urteilsspruchs nichtöffentlichen Verhandlung hatte der Angeklagte den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern gestanden. Die Taten hatten sich von Ende Dezember 2012 bis zum Mai vorigen Jahres zugetragen. Das Urteil beinhaltet auch eine Strafe wegen des Beschaffens von Kinderpornografie im Internet.

Opfer waren drei Kinder aus einer benachbarten und ein Kind aus einer weiteren Familie, zu dem er Zugang hatte. Er war aufgefallen, weil sich auf seinem Handy ein Foto befand, das ihn beim sexuellen Missbrauch eines der Kinder zeigte.

Weil er mit Hilfe einer elektronischen Fußfessel überwacht wurde, war der Angeklagte von der Vollstreckung eines gegen ihn erlassenen Haftbefehls verschont worden. Das Gericht hatte den Gießener Facharzt für Psychiatrie, Dr. Rainer Gliemann mit einem Gutachten zur Schuldfähigkeit und zur Frage der Unterbringung des Angeklagten beauftragt. Über den Inhalt des Gutachtens wie auch Einzelheiten zum Urteil wurde nichts bekannt. Auf Nachfrage bei der Pressestelle des Landgerichts gab es ebenfalls keine weitergehenden Auskünfte.


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