"Bei Pflege gut aufgestellt"

JUBILÄUM Förderverein Sozialstation besteht seit 25 Jahren

Vorsitzender Günter Leicht und Landrätin Anita Schneider sprechen über die Zukunft der Pflege.

(Fotos: Waldschmidt)

Vorsitzender Günter Leicht und Landrätin Anita Schneider sprechen über die Zukunft der Pflege.

(Fotos: Waldschmidt)

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"Wir wollen weiter mit gezielter Förderung die Arbeit der Pflegeeinrichtungen vor Ort unterstützen, damit sie den Stand ihrer Leistungen zum Wohle unserer alten und kranken Menschen halten und verbessern können", sagte Leicht weiter. Neben der reinen Mittelbeschaffung widmet sich der Förderverein verstärkt den alltäglichen Problemen der älteren Menschen und hat deshalb durch Satzungsänderung den Zweck des Vereins um die Förderung der Seniorenarbeit der Gemeinde Biebertal erweitert.

Leicht erinnerte daran, dass der Förderverein Sozialtstation Biebertal am 3. Mai 1990 von 54 Personen gegründet wurde. Schritt für Schritt wurde das Ziel einer Sozialstation erreicht. Rund 700 000 Euro konnten in 25 Jahren für die Diakoniestation, die Tagespflegestätte und das Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt bereitgestellt werden. Neben der finanziellen Unterstützung hat der Förderverein mit der Seniorenrunde, dem Einkaufsbus und der Seniorenwerkstatt auch eigene Initiativen entwickelt.

"Freuen uns über jeden Spender, besonders aber über jedes neue Mitglied."

Gerade den gut genutzten Einkaufsbus erwähnte Bürgermeister Thomas Bender (parteilos), der warb: "Wir freuen uns über jeden Spender, besonders aber über jedes neue Mitglied." Der Vorstandsvorsitzende der Diakoniestation, Pfarrer Günter Schäfer, führte aus: "Pflege ist nicht für einen Gotteslohn zu haben. Angemessene Pflege muss angemessen vergütet werden. Die Dokumentation der Pflege hat inzwischen einen höheren Stellenwert als der Dienst am Menschen. Dies ist bedenklich. Schwestern und Pfleger tun einen schweren Dienst. Biebertal ist bei der Pflege gut aufgestellt."

Als Schirmherrin sprach Landrätin Anita Schneider (SPD) zum Thema "Älter werden in einer sich ständig verändernden Gesellschaft". "Sie können zufrieden auf ihre Arbeit in den letzten 25 Jahren zurückblicken", sagte Schneider. "Wichtig ist, dass die Bürgergesellschaft bei der Gestaltung unserer Gesellschaft anpackt und mitmacht. Der Förderverein hat sich weiterentwickelt, Bedarfe, die sich eingestellt haben, gesehen und realisiert." Schneider schlug einen Bogen von der Situation älterer Männer und Frauen im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: "Die Altenarbeit und die Altenhilfe hat sich differenziert." Der Landkreis Gießen nehme die Angebote für Ältere und Demente sehr ernst.

Erhard Hirz erfreute zwischendurch die Besucher mit Instrumentalstücken am Klavier. Der Männerchor Biebertal brachte im Schlusspart "Im Abendrot" von Franz Schubert und "Bajazzo - warum bist Du gekommen?" zu Gehör.


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