Damit die Kirche nicht überhitzt

SANIERUNG Neue Heizung nötig

Die Margarethenkirche in Krofdorf wird saniert. (Foto: Moos)

Schwerpunkt der Arbeiten ist die Heizung. Architektin Steffi Muskau sagt: "Die vorhandene elektrische Fußbodenheizung im Kirchenschiff und auf den Emporen entspricht nicht mehr den heute gültigen Vorschriften. Es können Schäden durch Überhitzungen entstehen."

Nach Prüfung verschiedener Heizungssysteme wurde der erneute Einbau einer Elektroheizung als wirtschaftliche Möglichkeit für die neue Heizungsanlage gewählt. Bei diesem System sind nur sehr geringe Eingriffe in die historische Bausubstanz erforderlich. Die neue Elektroheizungsanlage setzt sich aus verschiedenen Komponenten innerhalb des Kircheninnenraums zusammen. So werden zum Beispiel auf den Emporen Sitzbankstrahler unterhalb der Bänke eingebaut.

Eine besondere Verbesserung stellt die intelligente Steuerung der neuen Heizung dar. Diese wird über Fühler, die im Kircheninnenraum verteilt angeordnet werden, geregelt. Dabei müssen die Vorgaben der Denkmalpflege eingehalten werden, die Temperatur darf also pro Stunde nur um maximal 1,5 Grad verändert werden. Höhere Temperaturschwankungen könnten die historische Ausstattung und insbesondere die Orgel schädigen.

Für den Einbau der notwendigen Verkabelungen für die neue Heizung sind Eingriffe an der Bausubstanz erforderlich. So werden beispielsweise Arbeiten an dem Sandsteinbelag notwendig, sowie Holzarbeiten an den Dielen des Fußbodens. Letztendlich müssen alle Schlitze wieder verputzt werden und es werden Malerarbeiten notwendig. Außerdem wird die Orgel zum Schutz vor Staub verpackt.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gotteshaus von Grund auf gereinigt

Nach Beendigung der Baumaßnahme wird eine Gebäudereinigung ausgeführt. Geplant ist eine Fertigstellung bis Ende Juli. Die Gottesdienste finden in dieser Zeit in der Sommerkirche, dem evangelischen Gemeindehaus neben der Kirche, statt. Es sind Kosten in Höhe von 140 000 Euro veranschlagt. 5000 Euro sind seitens der Denkmalstiftung der beiden Krofdorf-Gleiberger Kirchen zugesagt. Die Gemeinde hofft außerdem auf Spenden.


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