Erneut Weltkriegs-Bombe in Frankfurt entschärft

In Frankfurt vor der Entschärfung
Vor der Entschärfung in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv

Der Blindgänger war am Freitag auf einem Bauschuttlager gefunden worden. Die Behörden ordneten einen Evakuierungsradius im Umkreis von 700 Metern an. Auch die Autobahn 661 war während des Einsatzes gesperrt. Im benachbarten Offenbach waren Teile eines Gewerbegebiets von der Evakuierung betroffen.

Etwa 500 Menschen mussten nach Angaben der Feuerwehr Hotels, Wohnungen oder Arbeitsplätze im Industriegebiet verlassen. Für sie standen Betreuungsstellen bereit.

Für Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst war es bereits der dritte Einsatz innerhalb einer Woche: Am Dienstag war bei Bauarbeiten im Nordosten der Stadt eine 50 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden. Rund 1400 Anwohner mussten ihre Wohnungen zwei Nächte hintereinander verlassen, da die Entschärfung nicht gleich im ersten Anlauf gelang.

Erst im Februar war im Frankfurter Stadtteil Gallus ebenfalls eine 50 Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Damals mussten 9000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch die Hallen des Frankfurter Messegeländes waren teilweise betroffen.

Im vergangenen September wurde nach dem Fund einer tonnenschweren Bombe nahe des Uni-Campus die bisher größte Evakuierung der Nachkriegszeit in Deutschland angeordnet. Mehr als 60 000 Frankfurter mussten vorübergehend aus ihren Wohnungen. Auch mehrere Kliniken und Altenheime mussten geräumt werden, darunter die größte Entbindungsklinik der Stadt.


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