Interesse am christlichen Glauben wecken

JAHRESTAGUNG Missionare der West-Europa-Mission berichten von ihrer Arbeit

Der italienische Missionar Daniele Lorefice (von links) mit Übersetzer Thomas Auer im Gespräch mit Missionsleiter Johannes Pfründer von der West-Europa-Mission. (Foto: Rühl)

Bei der Jahrestagung in der Evangelischen freien Gemeinde Laufdorf hörten rund 200 Besucher Berichte aus Belgien, Frankreich, Italien und Spanien. Eine Besonderheit bestehe darin, dass die vor mehr als 40 Jahren durch den Wetzlarer Verleger Hermann Schulte gegründete WEM keine eigenen Missionare entsendet. Vielmehr unterstützt sie Einheimische dabei, den Glauben an ihre Landsleute weiterzugeben.

Jean-Francois Butel und seine Frau Marie-Claire berichteten aus Marseille. Seit 1999 ist das Ehepaar im Auftrag von "France Mission" in der konfliktträchtigen Metropole tätig. Immer wieder kommt es dort zu Gewaltausbrüchen, zu Schießereien mit Toten.

Menschen stellen die Sinnfrage

"Auch wenn die Polizei sich in einige Stadtviertel nicht hinein traut, wir gehen dorthin und verbreiten die christliche Botschaft", berichtete Jean-Francois Butel. Die Clan-Bosse würden sogar ihren Bandenmitglieder ausdrücklich befehlen, die Missionare nicht zu behelligen. Von den massiven wirtschaftlichen Problemen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit in Spanien berichtete Benjamin Martin (Malaga). Viele Spanier hätten sich von ihrem Glauben abgewandt.

Der finanzielle Druck führe nicht dazu, dass sie vermehrt nach Gott fragen. Dennoch erlebe er immer wieder, dass Menschen die Sinnfrage stellen. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Erstellen von christlichen Sendungen, die nicht nur in Spanien, sondern auch in vielen Ländern Südamerikas ausgestrahlt werden.

Nach mehr als 40 Jahren Missionsarbeit hat sich bei den Missionaren in den Zielländern ein Generationswechsel vollzogen. Der 71-jährige Nicolas Kessely hatte 1965 die Mission "France pour Christ" begonnen. Im vergangenen Jahr war er als Redner bei der Jahreskonferenz. Inzwischen hat er die Arbeit in andere Hände gegeben. Sein Sohn Daniel, seit 2001 bei France pour Christ, nimmt nun an den Konferenzen teil.

Vincenzo Lorefice ist 2013 in Italien in den Ruhestand getreten. Bei der Konferenz in Laufdorf stellte sich Sohn Daniele Lorefice vor. Eigentlich habe er nicht Missionar werden wollen. Doch ein Aufenthalt in Großbritannien habe seine Pläne verändert. Heute veranstaltet er Freizeiten in seiner Heimat, an der viele Jugendliche teilnehmen.

Martin Wünch hatte im Auftrag der Evangelischen Freien Gemeinde Laufdorf die Missionare willkommen geheißen.


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