Irmer fehlt und befeuert Spekulation

Hans-Jürgen Irmer
CDU-Abgeordneter Hans-Jürgen Irmer. Foto: Arne Dedert/Archiv

Einen „privaten Termin“ gab Irmer als Grund für sein Fehlen im Gespräch mit dieser Zeitung am Nachmittag an. Dass er nicht an der Sitzung teilnimmt, sei seit Wochen bekannt gewesen, er habe sich frühzeitig entschuldigen lassen. „Das hat gar nichts zu sagen“, er werde auch an der Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag teilnehmen, sagte Irmer. Und: „Ich werde dem Landtag, der Fraktion und genauso der Kreistagsfraktion erhalten bleiben.“

„Bleibe der Fraktion erhalten“

Die SPD-Opposition kündigte unterdessen an, man werde die Ablösung Irmers als Vorsitzender des Gremiums für Aussiedler, Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Wiedergutmachung im Ältestenrat beantragen. Die FDP wertete Irmers Fernbleiben als Zeichen dafür, dass sich CDU und Grüne nicht mehr einig seien. Zuvor hatte die Grünen-Abgeordnete Mürvet Öztürk in dieser Zeitung die Teilung des Unterausschusses vorgeschlagen, so dass Irmer nicht mehr für Flüchtlinge und Integration zuständig wäre. Öztürk hatte allerdings betont, dass der Vorschlag von ihr persönlich und nicht von ihrer Fraktion stamme.

Irmer war wegen erneuter islamfeindlicher Äußerungen und einer umstrittenen Anzeige in seinem „Wetzlar Kurier“ unter dem Druck der CDU-Spitze von seinem Posten als bildungspolitischer Sprecher und als Fraktionsvize zurückgetreten. Der am vergangenen Donnerstag von der Opposition im Landtag beantragte Rückzug Irmers von seinem Vorsitz im Unterausschuss war an den Stimmen der schwarz-grünen Mehrheit gescheitert.


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